EP-CHECK: „Konvoyeah“ von KONVOY

Veröffentlicht: Juni 19, 2015 in Neuerscheinungen
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KonvoyKonvoy. Das ist die Clique, die Gang, eine Freundschaft dreier Jungs: Moritz, Laszlo und Joe. Aus dem Süden Deutschlands – aber lieber unterwegs. Mal ruhig, mal impulsiv. Unterschiedlich wie sie sind, haben sie eines gemeinsam: Sie feiern das Leben! Ein Leben irgendwo zwischen Exzess und Anstand. Auf der Suche nach Neuem bewegen sie sich stets im Hier und Jetzt. Auch auf ihrer neuen EPKonvoyeah„, die am 26. Juni endlich veröffentlicht wird. Eine Vorab-Rezension mit Kaufempfehlung.

Der Konvoy rollt endlich wieder – und alle so: Yeah! Laszlo, Moritz und Joe stehen für Raps, Hooks und Drums. Und mit der fantastischen „Konvoyeah“-EP nun definitiv auch für eine noch stärkere Message mit vielen Zitaten, die man sich a) direkt als Lebensmotto picken oder b) tätowieren lassen könnte. „Atme ein, atme aus, Augen zu, lass‘ den Dingen ihren Lauf“. Aus dem Leben gegriffen, aus dem Konvoy heraus aufgegriffen, rappt und philosophiert das Trio mal über das Leben, mal über den Fortschritt und irgendwie immer über den Alltag und die Freundschaft – alles mit einem Hauch Sehnsucht. Ein Auszug aus dem Pressetext verdeutlicht genau diese Theorie: Das Ziel ist weit weg und noch lange nicht in Sicht, beim Blick in den Rückspiegel versinkst du in Gedanken. Du verfährst dich, machst Fehler, aber kommst irgendwie doch da an wo du hingehörst. Schalte einen Gang hoch, öffne Ohren und Fenster, genieße die Freiheit!

Bereits mit ihrem Musikvideo zum Song „Weit weg“ haben sie eine gewisse Tiefe bewiesen, wenn es auch ziemlich simpel ist: Sie stellen zwei Orte KONVOYgegenüber und geben somit, wie auch im Song, verschiedene Einblicke in die Sehnsüchte: „Ich muss einmal weg, sonst war ich niemals da, wo ich niemals war – weit weg, doch noch nie so nah, bei mir“. Warum uns das so gefällt ist ebenfalls genauso leicht zu erklären: Neben all den Videos, die teuer produziert werden und teilweise überhaupt keinen Sinn ergeben, ist dieses hier einfach fresh – mindestens genauso frisch und vor allem erfrischend leicht wie die gesamte EP.

Konvoy feiern das Leben und lassen uns, vor allem im letzten Track „Polaroid“, an der großen Fete teilhaben: „Wir wissen nichts mehr von gestern, denn es zählt nur noch heut‘ / Doch es sind hunderte Polaroids unten im Hof verstreut / Auf denen wir glücklich sind und uns an unserem Leben erfreuen / Das heißt wohl: Gestern Nacht hatten wir ‘ne sehr, sehr, sehr gute Zeit!“. Die Jungs vermischen Drums mit Synthies und Rap, wodurch starke Elektro-Rap-Rhymes entstehen, die gerne auch mal ein wenig zynisch („Kinderzimmerstars“) oder einfach derbe („Fail-Compilation“) daherkommen. Immer gerade heraus, sodass der Titeltrack „Konvoyeah“ noch einmal als leicht ironische Hommage an sich selbst („Konfetti in den Haaren und ‘n Kater vom Konzert / Die Band war nice, Du weißt den Namen nur nicht mehr / Dann denk‘ mal nach, der war gar nicht mal so schwer – es war das K – O – N – V – O – Yeah“) und ebenfalls als Spiegel für die gesamte EP stehen darf, die übrigens in keiner Playlist fehlen darf!

Konvoyeah von KONVOY | VÖ 26.06.15 | als Download und CD!

(c) Foto: Lennart Ritscher

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