FR8A4960Eine Künstlerin, die in jeder Facette eine ist: Tate McRae gastiert derzeit in Deutschland und bringt ihr Hit-Repertoire auf die Bühnen – jede Stadt sold out, natürlich. Wir waren bei Tate McRae und nehmen Euch mit in den Rückblick zum 5. Mai ins Carlswerk Viktoria Köln!

Unbestritten und ungefiltert: Ihre Stimme transportiert rohe Gefühle, direkt aus dem Herzen. Tate McRae, Singer-Songwriterin aus dem kanadischen Calgary, setzt in ihren Stücken auf Emotionen und vermittelt mit jedem Ton und jeder Performance ein Gefühl von selten erreichter Intimität. Ihre Debüt-EP ›all the things i never said‹, erst im Januar 2020 veröffentlicht, zählt inzwischen über 400 Millionen Streams weltweit und ebnete den Weg ihrer Bilderbuchkarriere. Das Debüt-Abum von Tate McRae, „i used to think i could fly“ (VÖ 27.05.), ist eine Metapher über ihre Reise ins Erwachsenenalter, auf der sie schnell feststellt, dass Dinge, von denen sie einst dachte, sie könne sie locker tun oder bewältigen, schwieriger sind als sie scheinen.

Kurz vor der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums spielte Tate McRae eine ausverkaufte Tour durch Deutschland, die aus bekannten Gründen mehrfach verschoben werden musste – wir waren (wie 1.600 andere Fans, die teilweise schon vor der Location campten) beim Konzert im Carlswerk Viktoria in Köln dabei und nehmen Euch mit in unsere Erinnerungen an einen rundum perfekten Popkonzert-Abend.

Eröffnet wurde der gelungene Donnerstagabend mit einem Pop-Feuerwerk: Die 22-jährige DYLAN betrat kurz nach ihrer Band (die mit den ersten Riffs schon ordentlich einheizte) die Bühne und wurde lautstark jubelnd begrüßt. Lässige Jeans, Bauchfrei-Top, Schmuck und Rockstar-Mähne passen optimal zu dem Soundmix, den DYLAN uns schenkt: Sympathische Vibes tragen ausgetüftelte Pop-Beats und überraschenderweise auch Rock-Riffs, für die DYLAN herself auch mal zur GitarreFR8A4716 greift und mit einem Guns n‘ Roses Cover („Paradise City„) überrascht. Wow! Doch spätestens mit ihrem Song „You’re Not Harry Styles“ hat sie die Herzen der (überwiegend) Teenie-Girls im Sturm erobert, wenn sie erzählt, dass ihr Ex-Freund dachte, er sei besser als Harry Styles – und besser als sie selbst. Eine klare Message – und ärgerlich, dass sie den Moment des Aufschreis nicht gefilmt hat, um dem Ex mal so richtig zu zeigen, dass die Girls Unit hinter ihr steht. Auch Hits wie „Nineteen“ oder „No Romeo“ stehen auf der Setlist und das Publikum zückt die Smartphones für Insta Stories. Und bei der Nachfrage, wie sehr man sich auf Tate McRae freut, ist der Kreischpegel am absoluten Limit – für den Moment. Nach einer guten halben Stunde hat DYLAN sich auf jeden Fall eine Menge neuer Fans erspielt und unsere Playlist wurde mit noch mehr DYLAN-Songs gefüllt. Hoffentlich kommt dieser sympathische Skorpion für eine Headliner-Tour zurück nach Deutschland!



Auch in der Pause ist ganz klar erkennbar, welcher Jahrgang hier hauptsächlich anzutreffen ist: Generation TikTok sorgt für gute Vibes während der 30-minütigen Pause und tanzt, gröhlt und liebt Songs wie „Like A G6“ (Far East Movement), „THATS WHAT I WANT“ (Lil Nas), „As It Was“ (Harry Styles) und „First Class“ (Jack Harlow) – als hätte man hier zum Einheizen bewusst eingesetzt, um den Pegel für Tate McRae aufrecht zu erhalten; das wäre aber wahrscheinlich auch ohne gegangen, denn die Hysterie für die Künstlerin kennt offensichtlich keine Grenzen.

Und dann ist es um kurz nach 21 Uhr endlich soweit, die Lichter gehen aus und Superstar Tate McRae (im US-Girl-Teenager-Outfit) betritt kurz nach ihrer Band mit zwei Tänzerinnen die Bühne und eröffnet ihre unvergessliche Show mit „stupid“ – und die Fans rasten völlig aus und erreichen FR8A4772unmittelbar einen unfassbaren Lautstärkepegel, sodass man Tate McRaes Lyrics in so vielen verschiedenen Stimmlagen hört; ein Boybandkonzert ist fast leise dagegen. Schnell ist klar: Das ist das erste und letzte Mal, dass wir Tate McRae in dieser relativ intimen Atmosphäre erleben dürfen – diese Frau ist längst The Next Big Thing und wird bald die richtig großen Hallen füllen (vor allem, nachdem sie im Herbst Shawn Mendes auf seiner US-Tour begleitet).

Zu Tate McRaes Performance gehören neben der wahnsinnig gereiften Stimme auch zu jedem Song sehr akkurate Bewegungen, die mal wie eine Choreographie wirken und mal wie gefühlte Moves, die den Sound fühlen. Jede Regung sitzt bei dieser unfassbaren Tänzerin: Man kann bei diesem Ausdruckstanz (fast schon stilistisch akrobatisch) kaum wegschauen, den man beispielsweise schon aus dem Musikvideo kennt! & Tate McRae ist sichtlich perfektionistisch konzentriert, zwischendurch immer für ein Lächeln oder Fankontakt zu haben – allgemein fällt jedoch auf, dass sie verhältnismäßig wenig von sich erzählt, was aber in dem Fall keinesfalls arrogant wirkt, sondern eher überfordert schüchtern – der Hype ist schon sehr heftig und hier wird ein Hit nach dem anderen gespielt, denn hier wird gefühlt jeder Song von Millionen Streamingzahlen weltweit getragen. Ob „r u ok“ , „that way“ , „wish I loved you in the 90s“ , „rubberband„, natürlich dem Mega-Radio-Hit „you broke me first“ oder der aktuellen Single „chaotic“ . Zwischendurch erzählt Tate McRae jedoch auch ein bisschen was, beispielsweise kurz vor „Breakeven“ (The Script Cover):

„Honestly, it’s one song that I could play over and over again and never get sick of it. Do you guys have a song like that? [Erneut unfassbar lautes Jubeln im Publikum, da ihre Songs für viele wahrscheinlich jene Songs sind!] So… This song is called Breakeven!“

Ein Song, der hier in dieser Version Tate McRae ft. Kölner Carlswerk Viktoria Audience für starke Gänsehautmomente sorgt, von einem Lichtermeer aus Handytaschenlampen eingefangen. Tate McRae schafft es, diesen Song zu ihrem zu machen und die Emotionen zu transportieren. Zuweilen ist esFR8A4977 schwierig, Tate McRaes Stimme rauszufiltern, da die Dezibel-Zahl hier wahrscheinlich unglaublich hoch liegen würde – und das sehr konstant. Jubel, klatschen, schreien und mitsingen geben sich hier die Hand – und zum Hit „feel like shit“ gibt es ein Plakatmeer, fast schon eine Fanaktion – „we feel like shit without you“ . Richtig cute!

„This is like everything I’ve ever dreamed of. I
fucking love you guys!“

Immer wieder sieht man in Tate McRaes Lächeln, wie zufrieden sie ist – und ihre Performance bringt sehr deutlich zum Ausdruck, wieviel Leidenschaft hier drin und hinter steckt. Was auch ziemlich schön zu beobachten ist: DYLAN ist wie ein Fangirl am Bühnenrand, filmt die Show zwischendurch mit dem Handy mit und bewundert Tate McRae sichtlich. Insgesamt erleben wir hier einen rundum herzliches, lautes und echtes Popkonzert von zwei Powerfrauen, die einige Hits in der Pipeline haben.



 


Danke an Karsten Jahnke Konzertdirektion!

Bilder: Christin Söhnchen (Insta: @christbellchen)
Worte: Rebecca Bektas (Insta: @iwishilivedinberlin)

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