|| IM DIALOG MIT … KID THE CHILD

Veröffentlicht: Februar 15, 2022 in Interviews, Musik
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LNR Promo Band 280s Vibe geht irgedwie immer – jede*r hat sofort einen Groove im Ohr und in den Beinen. KID THE CHILD liefern mit „Late Night Rush“ einen Soundtrack für die Nacht. Yeah! Ein Interview mit KID THE CHILD.

Bei einer ausverkauften Show nach der anderen, sowie einigen Festivalauftritten konnten sie sich schon beweisen. Jetzt stehen sie mit neuen Songs in den Startlöchern, in denen sie mit elektronischen Sounds das „KID THE CHILD-Flair“ verfeinern: KID THE CHILD bündeln alles, was die 80er Jahre zu bieten haben, in einem popmusikalischen Magnum Opus. Die Sonne verschwindet hinter der Skyline, die Scheinwerfer eines alten Sportwagens blenden auf, der Schlüssel verhakt sich im Schloss, der Motor heult auf – im Takt durch die Nacht ohne jedes Limit. Das ist „Late Night Rush“ – der perfekte Soundtrack für die Nacht 🌑 🌒 🌓 🌔 🌕 🌖 !


IM DIALOG MIT… KID THE CHILD

Ihr könntet vom Look her auch voll den hyepd Indie machen – bzw. habt Ihr das ja schon ziemlich erfolgreich hinter Euch. Wie kam jetzt die ‚Wandlung‘ zum 80s Sound? 
Die 80s sind einfach ein Jahrzehnt, das wir schon immer verehren. Wir sind mit der Plattensammlung von Mama und Papa aufgewachsen und das sind eben die 80s mit allen Sounds und Effekten, die da so dazu gehören. Wir haben mit Indie angefangen, aber wie jede Band entwickeln wir uns auch weiter und da ist im letzten Jahr schon ein großer Schritt in Richtung Pop passiert – da lassen wir’s uns nicht nehmen, das Jahrzehnt zu portraitieren, das selbst in der heutigen Pop-Musik so omnipräsent ist.

Welche Instrumente benutzt Ihr – probiert Ihr immer wieder Neues aus? LNR Promo Band 3
Wer uns live auf der Bühne sieht, weiß dass wir immer neue Setups und Instrumente benutzen und das ist auch im Studio nicht anders. Bei „Late Night Rush“ haben wir einen Deepdive in die Welt der 80er gemacht, da waren Juno-60 und Juno-106, alte Drum-Machines und der Allrounder Prophet natürlich ein Muss. Und auch was die Vocal-Effekte angeht haben wir natürlich alles mitgenommen, was uns dieses wunderbare Jahrzehnt zu bieten hat. 

Was waren Eure Festival- und Konzerthighlights als Band – und als Zuschauer*in? 
Unsere ausverkauften Club-Shows waren natürlich der Wahnsinn. Wenn da Leute stehen, die du in deinem Leben noch nie gesehen hast und die fangen dann plötzlich an deine Texte mitzusingen oder Gitarrenriffs mitzugröhlen – das sind absolute Gänsehautmomente. Als Zuschauer ist es eigentlich Fluch und Segen zugleich, wenn man anderen Künstler*innen bei der Arbeit zusehen darf: Einerseits will man natürlich total den Moment genießen und in der Musik versinken, andererseits schaut man natürlich auch immer, wie was umgesetzt wird, warum dieser Song wohl an dieser Stelle kommt und warum gerade diese eine Lichtstimmung für die Show gewählt wurde. Da verkopft man sich dann unfreiwillig total schnell. Richtig geil ist es, wenn die Show so gut ist, dass selbst wir das ablegen können.


„Unsere ausverkauften Club-Shows waren natürlich der Wahnsinn. Wenn da Leute stehen, die du in deinem Leben noch nie gesehen hast und die fangen dann plötzlich an deine Texte mitzusingen oder Gitarrenriffs mitzugröhlen – das sind absolute Gänsehautmomente.“


Ihr seid offenbar Nachtmenschen, oder? Was macht die Nacht für Euch besonders?
Anything goes. Alles kann, nichts muss. Die spannenderen Menschen sind immer nachts unterwegs.

Man kriegt sofort Roadtrip-Feeling bei „Late Night Rush“ . Was sind Eure drei top Songs für einen perfekten Roadtrip?
Seventeen Going Under- Sam Fender, wenn’s gerade auf die Autobahn geht und man alles hinter sich lässt.
Ani Kuni- Polo & Pan, gibt einem ein richtig gutes Gefühl auf dem Weg in Richtung Süden.
Night Flight- Franc Moody, auf Anschlag aufdrehen, mitgrooven und ab geht’s mit aufgeblendeten Scheinwerfern durch die Nacht. 



Ihr macht ja schon ewig Musik miteinander. Was ist das Rezept dafür, dass es untereinander harmoniert?
Die Antwort steht eigentlich schon in der Frage. Ganz genau, wir machen miteinander Musik und die steht auch immer im Mittelpunkt. Wir kennen uns ja mittlerweile alle auch ziemlich gut und managen das ganz gut persönliche Sachen von Band-Entscheidungen trennen zu können. KID THE CHILD ist da als Band einfach dem Individuum übergeordnet – und genau dieses „An-Einem-Stang-Ziehen“ schweißt natürlich auch eng zusammen.

LNR Promo Band 1Algorithmus ist das neue Hasswort für (kleine) Bands und Co. Wer übernimmt bei Euch den Part Social Media?
„Hasswort“ ist vielleicht etwas übertrieben, aber es stimmt natürlich… keiner von uns hat sich gedacht er spielt in einer Band, um dann Social-Media-Brand-Account-Manager zu werden. Aber es gehört zum Musikbusiness dazu, ganz klar. Wir teilen das unter uns auf: Wer ’ne Idee hat, wirft sie in die Runde, dann sprechen wir drüber und hauens raus. 

Und weil das so schwierig geworden ist: Nennt doch mal ein paar eher noch unbekanntere Acts, die Ihr feiert:
Wenn’s mal was ganz Entspanntes sein darf, dann auf jeden Fall Organic-House von SANYRAM oder natürlich auch unsere Jungs aus der Nachbarschaft, die KYTES.


KID THE CHILD ist da als Band einfach dem Individuum übergeordnet –
und genau dieses „An-Einem-Stang-Ziehen“ schweißt natürlich auch eng zusammen.“


Und wenn man in Eurer Stadt oder Eurem Viertel ist: Wo muss man gewesen sein, habt Ihr ein Stammcafé oder ’ne Lieblingspommesbude?
Typisch München ist man da immer auf nem schmalen Grad zwischen Chic und Abgehoben und knallhartem Traditions-Bavarismus unterwegs. Wir schmeißen uns gerne in Schale und lassen in Bars im Glockenbach die Korken knallen, die Leberkassemmel von unserer geliebten Metzgereifachverkäuferin Frau Wachter um die Ecke darf zum Katerfrühstück aber auch nicht fehlen.

Mögt Ihr uns vielleicht auch einen Geheimtipp, völlig untouritypisch, für München geben? Platz, Lokal, whatever? 
Das Tolle an München ist ja, dass egal wie untypisch ein Ort oder ein Lokal für diese Stadt sein will, er am Ende doch wieder typisch München ist. Aber es gibt wirklich ein paar tolle Läden, zum Beispiel den Milla-Club in der Holzstraße oder das „Gans Woanders“ in Giesing.


„Das Tolle an München ist ja, dass egal wie untypisch ein Ort oder ein Lokal für diese Stadt sein will, er am Ende doch wieder typisch München ist. „




Fotocredits: superlifepromo

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