bergeUnter dem Namen Berge ist das Berliner Singer-Songwriter-Duo Marianne Neumann und Rocco Horn seit über zwölf Jahren musikalisch unterwegs. 2009 erschien ihr Debüt-Album „Keine Spur“, seitdem spielten Berge unzählige Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie auf Einladung des Goethe-Instituts auch in Weißrussland, Russland, Kasachstan und Litauen. Nach dem in Eigenregie produzierten Live-Video zu ihrem Song „10.000 Tränen“, veröffentlichen sie nun ihr neues Album „Vor uns die Sinnflut“ am 5. Juni. Eine Rezension.

Wenn man eine Message hat, überlegt man sich, wie diese wohl eine möglichst große Masse schnell erreicht und wie das im Idealfall auch noch effektiv geschieht – Berge haben sich für klangvolle Popmusik entschieden, die sie mit ihrem neuen Label Columbia/Sony Music im Rücken nun noch weiter in die Welt hinaustragen möchten – und eines darf man vorab sagen, „Vor uns die Sinnfluthält einige Messages bereit. Insbesondere der Wunsch nach einer besseren Welt steht oft zwischen den Zeilen – und dass Berge nicht nur davon träumen, bewiesen sie kürzlich mit einer Aktion rund um ihren Song „10.000 Tränen“ (siehe hier). Sie setzen sich unter anderem für Tierschutz ein und reden nicht nur um den heißen Brei.

Auf ihrem neuen Album singen Rocco und Marianne jedoch nicht nur von Hoffnung, sondern auch von dem simplen„Glück“, denn „Glück ist das, was sich vermehrt und Glück ist Freiheit und noch mehr, Glück ist alles, was Du in Dir trägst“. Ein positiver Song, der die berge - Vor uns die Sinnflut - VÖ 05.06.15Lebensfreude sofort auf den Hörer überträgt, nicht zuletzt, weil die Töne einfach poppig sind und ins Ohr gehen, sodass man sich unmittelbar beim Mitsingen – ergo: Heraustragen, Weiterverbreiten der Message – erwischt. Auch „Meer aus Farben“ ist ein optimistischer Ohrwurm mit einer Reggae-Attitude, der Berge schön widerspiegelt: „Hier kann ich alles so erträumen, wie es mir gefällt“. Denn sie erträumen sich auf der Platte vieles, und so gehen die Themen von Liebe über Freiheit und Träume bis hin zu dem einfachen Leben eines jeden Individuums.

Doch nicht nur die fröhlichen Popvibes werden versprüht, sondern, wie weiter oben erwähnt, möchten Berge auch die Augen öffnen und schaffen es, mit ihren Texten schwierige Thematiken so gefühlt einfach erscheinen zulassen und den Mut zu erwecken, selbst mal über die Dinge nachzudenken, nachhaltig – zumindest bei denjenigen welchen, die intensiv zuhören. So emotional und eindringlich wie der Titeltrack „Vor uns die Sinnflut“ geschrieben ist, kann man hier gar nicht weghören und möchte am liebsten selbst sofort die Welt verändern, fühlt sich ertappt und geweckt – „Vor uns liegt die Sinnflut, und trotzdem fahr’n wir noch ans Meer, uns fehlt wohl der Verstand und Mut, denn wenn die Erde bebt, wollen wir das nicht hören – ’ne Katastrophe ist für uns nicht immer gleich das Ende der Welt“! Auch wenn es zunächst so klingen mag, als würden Berge diverse Hyperbeln benutzen, nein, dem ist nicht so, nur leider verschließen viele Menschen die Augen und wollen es wirklich nicht hören, nicht wahrhaben. Berge rütteln auf und beweisen, dass Musik Berge versetzen könnte – kann.

Auf den 50 Minuten (12 Songs) beweisen Berge, dass sie einer der richtig guten deutschen Pop-Acts sind. Ganz einfach. Berge sollte man sich merken, denn Berge sind für gewöhnlich groß…

Vor uns  die Sinnflut von Berge | VÖ 05.06.15 | als Download und CD!

(c) Foto: Berge
 

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