Tickets gewinnen: VIZEDIKTATOR

Veröffentlicht: September 28, 2022 in The-Pick.de präsentiert, Verlosungen
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VD_PRESSE_06_22_03_byAlexSchankEs wird laut, wenn Vizediktator die Bühnen betreten und uns die Wahrheit ins Gesicht klatschen, Fragen stellen und uns reflektieren lassen. WIR VERLOSEN TICKETS!

Oscar Wilde hatte Recht: Wir liegen alle in der Gosse, doch manche von uns schauen wenigstens zu den Sternen auf. Klingt nicht sehr erbaulich, aber mehr ist zur Zeit einfach nicht drin. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann reib sie dir in die Augen. Keine gute Zeit für Optimismus, das weiß auch Vizediktator.

Die Berliner Straßenpop-Band um Sprachrohr und Sänger Benjamin Heps redet auf ihrem zweiten Album „Was kostet die Welt?“ (VÖ 14.10.) nicht um denheißen Brei herum, hält nichts von Floskeln und Rumgedruckse. Klanglich kriegen sie dich mit einem Sound zwischen Turbostaats eruptiver Schelle und Ton Steine Scherbens angesoffener Poesie, ausgespuckt auf die Straßen Kreuzbergs; textlich mit einem ungeschönten Blick auf den Scherbenhaufen Welt und nackter, verletzlicher Emotion.

Vizediktator ist anno 2022 eine komplett andere Band als noch auf dem wuchtigen Debüt „Kinder der Revolution“ . Vier Jahre sind eben eine lange Zeit, nicht zuletzt durch diese kleine Pandemie. So blickt Benjamin zurück:

„Es gab viel Veränderung in meinem Leben, davon zeugt auch diese Platte. Ich habe viele Dinge neu schätzen gelernt, die ich lange als gegeben hinnahm. Das hat meine Musik deutlich persönlicher gemacht, manchmal fast zu persönlich. Das passt eben nur bedingt mit Rock’n’Roll und langen Nächten zusammen. Für mich birgt das viele Konflikte.“

Zum Glück, möchte man sagen: Konflikte bestimmen seine Musik, machen sie nahbar, greifbar. Sollbruchstellen in den Songs sind die Sollbruchstellen in ihm. Überwiegend geschrieben im Pandemiesommer 2020, aufgenommen in der Tonbrauerei Berlin: Vizediktator sind nicht diffus, klingen roh und körperlich, riechen nicht nach Plastik, müssen raus aus der Lethargie. Benjamin Heps (Gesang, Bass), Franz Ebeling (Gitarre, Gesang) und Findan Cote (Schlagzeug) wollen bei alelr musikalischen Dringlichkeit dennoch nicht mehr sein als sie sind: Drei Typen auf ihrer ganz persönlichen Sinnsuche. „Vielleicht steckt zu viel Privates in meinen Texten, aber als Hörer würde ich genau so etwas wollen“ , betont Benjamin. Das führt auf „Was kostet die Welt?“ zu einer gewissen Härte, musikalisch wie sprachlich. Aber die braucht es.



Benjamin Heps ist von der Schule geflogen, wurde vom Leben durch die Gegend geschleudert. Mittlerweile hat er seinen Weg gefunden. Seine Musik strahlt das ab. Entschlossenheit und Selbstbewusstsein –trotz oder gerade wegen der Verletzlichkeit, die er zeigt. Seine Songs sind ein Kabinett der Emotion, geboren auf den Straßen Kreuzbergs und aufgerieben an der Schönheit und Hässlichkeit Berlins. Geboren ist in diesem Kontext übrigens sprichwörtlich gemeint: Benjamin Heps ist wahrscheinlich einer der letzten Berliner Rockmusiker, der tatsächlich in der Stadt geboren ist. „Kreuzberg ist mein Epizentrum“ , so der 37-Jährige. „Meine Jugend hier war turbulent und einzigartig, kurz nach der Wende war das ein besonderer Ort.“ Weg aus der Stadt will er nicht, bis heute ist sie die Leinwand für seine musikalischen Bilder. „Dennoch empfinde ich eine Hassliebe für Berlin. Berlin ist aber nun mal meine Muse und wird es immer sein. Hier wurden die Geschichten meines Lebens geschrieben –die guten wie die schlechten.

Der Sänger erinnert sich noch an Zeiten, als er für 200 Euro eine großzügige Wohnung mieten konnte; thematisiert wird das in der nostalgischen, aber keineswegs glorifizierenden Single „2001“ , nachgerade eine Schattenhymne an Berlin. „Damals hingen wir viel auf Konzerten rum und haben sehr exzessiv gelebt. Zu exzessiv. Es war eine heftige Zeit, an der viele kaputt gegangen sind. Sie hat mir aber auch die ganz großen Gefühle beschert: Erste Liebe, erstes gebrochenes Herz, nächtliche U-Bahnfahrten durch die Nacht, ständig Demonstrationen, Konfrontationen mit der Polizei, die erste Festnahme…

Vizediktator stehen für Haltung, für Aufrichtigkeit, Musik gegen das Diktat des Kapitalismus, gegen Hass, gegen Arschlöcher. Das war schon auf „Kinder der Revolution“ so, klingt jetzt aber anders. Desillusionierter, aber vielleicht auch einfach nur ein wenig realistischer.

Im Albumtitel manifestiert sich eine gewisse Gesellschaftsmüdigkeit, ein Ansingen gegen all jene, die sich diese klitzekleine Frage gar nicht erst stellen: Ja, was kostet die Welt denn eigentlich? „Ich sehe Veränderungen auf uns zukommen, die mir Sorge bereiten. Wir sind gerade dabei, alles zugrunde zu richten. Weil wir zu kurzfristig denken und auf Kosten der nächsten Generationen leben.“ Im Titelsong wird der Hedonismus zum Hilferuf, Verlorensein im Privileg: Auch Vizediktator liefern mit ihrer wachen und intensiven Musik keine Antworten. Sie formulieren aber immerhin wichtige Fragen, durchzogen von raren Momenten der Unbeschwertheit. Und genau das macht ein Album wie „Was kostet die Welt?“ so schmerzhaft, so wichtig, so elementar in der deutschsprachigen Rockmusik: Es zeigt uns, was wir alles verlieren könnten, wenn wir verdammt noch mal nicht aufpassen.



Vizediktator „Was kostet die Welt“ Tour 2022
21.10. Rostock MAU Club
22.10. Husum Speicher
26.10. Leipzig Werk 2
01.11. Magdeburg Feuerwache
02.11. Hamburg Molotow
03.11. Bremen Lagerhaus
04.11. Bielefeld Forum
05.11. Oberhausen Druckluft
06.11. Köln Gebäude 9
08.11. München Milla
09.11. Nürnberg Z-Bau
10.11. Dresden Beatpol
11.11. Cottbus Scandale
12.11. Hannover Béi Chéz Heinz
24.11. Berlin SO36
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VERLOSUNG
Gewinnt 2× 2 Gästelisteplätze für die Tour!

Mailt uns einfach bis zum spätestens 16.10.2022, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Vizediktator + [NAME DER WUNSCHSTADT]“ an win(at)the-pick.de und gebt bitte unbedingt Euren vollständigen Namen + vollständige Anschrift + Telefonnummer + E-Mail-Adresse (von beiden Personen!) an, sodass wir Euch die personalisierten Tickets zusenden (lassen) können bzw. Euch entsprechend auf die Gästeliste schreiben (lassen). Wichtig: Ihr müsst Euch an das Corona-Hygiene-Konzept vor Ort halten – sofern es das noch gibt, das ist von Bundesland zu Bundesland und Club zu Club aktuell sehr untereschiedlich -, bitte informiert Euch vorab direkt bei den Locations!!! Unvollständige Mails und Mehrfacheinsendungen können wir leider nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!


Fotocredit: Alex Schank
Pressetext: Björn Springorum

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