Madeline Juno nimmt uns auf ihrem neuen Album Besser kann ich es nicht erklärenauf eine intensive Reise in den tiefsten Schmerz. Unser Album des Monats – eine Review. & wir verlosen CDs!

In einer Welt aus Insta, Instant und Influencern ist es selten geworden, dass sich Menschen zeigen, wie sie sind. Mit ihrem Zögern, ihrem Schmerz; unausgeleuchtet und ohne das ganze Tamtam. Madeline Juno gehört zu dieser raren Spezies, die gar nicht anders kann, als authentisch zu sein. Der, die ihr Herz über die Schamgrenze hinaus aufreißt und alles teilt. Damit wir wissen, dass wir nicht allein sind. Um Maddie wirklich kennenzulernen, ist nichts weiter nötig, als ihren Songs zuzuhören. Wenn man wissen will, wie es ist, wenn sie aus vollem Herzen liebt oder was passiert, wenn sie am Boden zerstört ist. Sie verheimlicht uns nicht, dass sie Fehler macht oder manchmal deprimiert ist, weil es die Wahrheit ist. Menschlich – authentisch – völlig zerbrechlich, wie wir es alle mal sind, wenn wir verletzt worden sind.

Bereits mit den Singles, die Madeline Juno vorab veröffentlicht hat, konnte sie uns einen intensiven Überblick über ihre Erlebnisse und Emotionen geben; mit lyrischer Finesse holt Madeline Juno ihr Tiefstes an die Oberfläche und spricht ihre Gedanken 1:1 aus, offenbart ihre Gefühle vollkommen – begleitet wird das Ganze von Pop-Beats, die die Worte perfekt unterstreichen. Maddie (ja, es ist wirklich so, dass wir uns ihr durch ihre Songs so verbunden fühlen) spricht konsequent über das, was sie (nicht mehr) will – mal blickt sie zurück, offenbart ihre Verletztheit und schaut gleichzeitig hoffnungsvoll und selbstsicher in die Zukunft („Über Dich“ , „Es hat sich gelohnt„), hat genau dabei jedoch auch viele schmerzhafte Erinnerungen („Lass Mich Los“ , „November„) und setzt sich sehr intensiv mit sich selbst und ihren Ängsten auseinander („Sommer, Sonne, Depression“ , „Nur kurz glücklich“ ft. Max Giesinger).


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Mit dem „Plot Twist“ gibt es eine kleine Änderung in der Philosophie der Platte: Die Verletzlichkeit wird durch Mut, Selbstvertrauen und einen neuen Zauber ersetzt, obwohl Maddie noch unterschwellig sensibel wirkt, was aber völlig in den Hintergrund rückt, wenn sie deutlich und souverän „Vermisse gar nichts“ singt – und so fühlt man richtig, wie es hier aus der Winterdepression in die Frühlingsgefühle geht, der Hesse-Zauber inne wohnt und präsenter denn je ist – so ansteckend dieser Vibe! Klar ist natürlich aber, dass Maddie noch einen draufsetzt und so ist der finale Track „Du fändest es schön“ ein Monolog mit sich selbst; ein Zwiegespräch mit dem alten Ich – ein Rückblick, ein „alles wird gut“ – auch wenn im Song vom Klischee gesprochen wird, ist es genau das Gegenteil und ein absoluter Befreiungsschlag des aktuellen Ichs, das rückwirkend auch dem jüngeren Ich von 2010 sagt, dass es sich lohnt, weiterzurennen, auch wenns mal „hard times“ gibt und nicht alles perfekt ist.

Mitten in der Zerrissenheit findet ein absoluter Herztrack (Nummer 9) seinen Platz, der genau die Synkrise ist – ein Mittelding zwischen Verletzbarkeit vs. Selbstwertwiederfinden: „99 Probleme“ beschreibt den Zwiespalt zwischen Vorbeigehen, Hoffnung, Nichtankommen und Aufgebenwollen – ein sehr schweres Thema, das unfassbar emotional ist und zig-mal schlucken lässt – und jede Emotionsschicht durchdringt:

Beide Hände auf der Herdplatte/
Nur eine falsche Bewegung
und ich lande im Gegenverkehr/
Ich sag ja nicht,
dass ich es vorhabe/
Doch es gibt Phasen
In denen ich mich immer wieder
frag wie es wär
„Was, wenn ichs einnmal nicht mehr heim schaffe?“
Wie lange würde es dauern
bis es jemand, dem ich wichtig bin, merkt?
[…]
Ich such nach Serotonin
und kratz die Reste zusammen/
Ich sag mir so oft
„Es geht alles vorbei –
Irgendwann!
[…]
Ich will nicht sterben,
Nur nicht aufwachen!

Uff. Wir haben so einen Kloß im Hals. WTF? 3:34 Minuten, die Dich mit offenem Mund zurücklassen – mit richtig viel Pipi in den Augen. Scheiße nein, das ist zu milde ausgedrückt.99 Probleme“ zerreißt Dich emotional so hardcore, wirklich heavy! Diese unfassbar krass metaphorische Darstellung, das Öffnen des verborgenen Ichs – das sehr offene Ansprechen eines scheinbaren Tabus. OmG. Ein Song, der zugleich Folter wie Erlösung ist – man fühlt sich ertappt und gleichzeitig so gut verstanden wie noch nie. Würden wir den GRAMMY vergeben – I swear, wir hätten diesen Song nominiert – next to Taylor Swift, Billie Eilish, Lana del Rey, Olivia Rodrigo und Halsey. „The winner is… 99 Probleme by Madeline Juno!“ Safe.

Überhaupt hebt Madeline Juno sich mit „Besser kann ich es nicht erklären“ vom Mainstream ab, auch wenn wir vollkommen airplaytaugliche Songs geliefert bekommen. De facto IST es hier so, dass Maddie nicht nur an der Oberfläche kratzt und Floskeln aufschreibt, sondern vielmehr holt sie uns in ihre Welt – als würden wir in ihrem Tagebuch lesen; sie teilt sämtliche (und deepste!) Emotionen mit uns und reißt alte Wunden bei sich selbst auf, um sie zu verarbeiten. Eine Art Therapie – aus einem verletzten oder enttäuschten Herzchen ins andere. What’s left to say? Tiefe Wunden heilen langsamer – aber vielleicht wird irgendwann wieder alles gut. Dieses Album ist wie ein Pflaster auf einem gebrochenen Herzen. Ein Seufzer. Ein Hoffnungsschimmer. Und eigentlich alles, was wir gerade brauchen, um die Januardepression zu bekämpfen.


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ANSPIELTIPPS FÜR DEN ERSTEN EINDRUCK
OBSOLET//
99 PROBLEME//
TU WAS DU WILLST//
NOVEMBER//
VERMISSE GAR NICHTS//
ÜBER DICH//
JEDES MAL


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VERLOSUNG
Gewinnt 3x 1 CD
Madeline Juno  – „Besser kann ich es nicht erklären

Mailt uns einfach bis zum 30.01.2022, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Madeline Juno CD” an win(at)the-pick.de und gebt bitte Eure vollständige Anschrift an und schreibt uns doch bitte, warum ‚Besser kann ich es nicht erklären‘ von Madeline Juno nicht in Eurer Sammlung fehlen darf. Unvollständige Mails und Mehrfacheinsendungen können wir leider nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ++ Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie (bzw. des Lockdowns) wird sich der Versand voraussichtlich verzögern, da die Labels aktuell nicht in die Büros dürfen. Wir bitten um Verständnis!
Viel Glück!

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Für Fans von …
revelle, LEA, Antje Schomaker


Fotocredit: Simon Stöckl

 

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