VIDEOPREMIERE: „Hauptsache nichts mit Menschen“ – RICKIE LEE KROELL

Veröffentlicht: Oktober 18, 2021 in Musik
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Rickie Lee Kroell – from New York to Los Angeles and back to Munich. Die exklusive Videopremiere zu „Hauptsache Nichts Mit Menschen“ (ja, irgendwie eine Deichkind-Hommage) von Rickie Lee Kroell gibt es jetzt hier bei The Pick!

Gerade hat die gebürtige New Yorkerin noch Filmmusik in Los Angeles geschrieben, ein Kompositionsstudium gemacht, Jazzpop alla Norah Jones gesungen – und jetzt ist die unkonventionelle Künstlerin Rickie Lee Kroell zurück in München und bedient sich an Deichkind Texten und Syntheziser: Die Single „Hauptsache nichts nit Menschen“ ist eine Hommage an das Alleinsein-Wollen!

Keine Zeile könnte die vergangenen 18 Monate besser beschreiben als „Hauptsache nichts mit Menschen“ . Dabei ist die neue Single von Rickie Lee Kroell Meilen entfernt davon, ein weiteres Pandemie-Kind zu sein. Bereits vor all dem Lockdown setzt sich die geborene New Yorkerin mit dem Heraustreten aus dem Alltagstrubel auseinander und bedient sich kurzerhand eines Textes der wohl schillerndsten HipHop-Band der Republik, Deichkind.


>> Hier könnt Ihr HAUPTSACHE NICHTS MIT MENSCHEN von RICKIE LEE KROELL hören!

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Doch von vorn: feinster, anspruchsvoller Jazzpop á la Norah Jones, das war Rickie Lee Kroells Weg 2010. Ein Kompositionsstudium in Berklee dazwischen und eine Karriere als Filmkomponistin in Los Angeles. Doch dann, die Rückkehr nach Hause, nach München, wo sie ihre Jugend verbracht hat, und zwar mit einer Idee: nämlich wieder selbst zu singen, und dieses Mal auf Deutsch. Doch wie jeder, der mal schnell zwischen unterschiedlichen Sprachen wechseln musste, weiß, dass das einfacher gesagt ist als getan.

Um sich wieder im Deutschen zu Hause zu fühlen und ein besseres Gespür dafür zu bekommen, holt sich Rickie Lee Kroell den Produzenten Julian Collet an die Seite. Das Ziel: fünf Covers von Künstler*innen mit deutschen Texten der Extraklasse – und das in zehn Stunden Arbeit pro Song. Kreative Autobahn praktisch.

Hauptsache nichts mit Menschen“ ist das zweite Ergebnis dieser Reihe und alles andere als die Depression der letzten beiden Jahre. Organische Synthesizer und Klänge von der Straße schwimmen auf einem Fundament aus Bassrhythmik und dichten Clustern, die einem schon gerne mal Respekt einflößen. Alles umspielt von Rickie Lee Kroells Stimme, die wie eine luftige Blume durch den Song immer weiter aufblüht und dem Track beim Hören immer mehr Facetten verleiht. Heraus kommt eine gewaltige Hommage ans Alleinsein, oder eben das Nicht-Alleinsein, kraftstrotzend, voller Spannung und Gegensätze doch vor allem eins: unverwechselbar.

Im Deutschen sollte man ab und zu mit Worten spielen dürfen, sie
verdrehen, wiederholen, ohne ins Banale abzurutschen, die Sprache gibt so viel her. Man freut sich an der kleinen Rebellion, dass die Sprache im Pop nicht “anständig” klingen muss. Rickie Lee Kroells Stimme bringt abstrakte Bilder ins Lot. Ein Skillset aus Komposition, Sequencing, Songwriting, Performance, Tanz, Kunst und Sprache. Ein Gesamtpaket aus Kunst, das offstage wenig spricht aber sich durch Texte oder Musik zum Ausdruck bringen möchte, als Ergebnis des täglichen Beobachtens. Die implosive Kraft kommt durch eine charmante, fast willkürliche Eloquenz zutage, mit Tiefgang und behebender, sprudelnder Energie wie beim Zweikampf.

Weg vom Belehrenden, Bullshit-Lebensbejahenden, Klaren – offen für das Andere, Unkonventionelle, Aneckende. Man will nachdenken und sich Bilder machen und sich fragen, was mit dem Text gemeint sein soll. Wie bei einem guten Film, der noch Tage danach im Kopf hängt, wünsche ich mir meine Musik: dass sie nachhallt in Ohren, und nicht nur für die nächsten 15 Minuten.

„Wenn mir Kollegen aus Los Angeles tolles Feedback zu den Songs geben, bedeutet mir das wahnsinnig viel, denn: die Musik sprach sie über den Text hinaus an. Hier wurde Musik wieder eine universelle Sprache. Zusammen mit Julian Collet, einem unglaublichen House- und Melodic Techno-Produzenten, haben wir eine Symbiose geschaffen, die ich selten so erlebt habe. Seine Sounddesign-Magie, sein Gespür für Lines und Struktur, gepaart mit meinen harmonischen Visionen, Arrangements und Sinn für Melodie ergaben ein wunderbares Projekt, das dann am Ende zu schade für die Schublade wurde. Wir mussten raus mit diesen Songs. Ich flog nach Los Angeles, um das Video für “Hauptsache nichts mit Menschen” zu drehen. Ein Regisseurfreund, mit dem ich als Komponistin schon an einigen Projekten gearbeitet hatte, sagte sofort zu, und im kleinen Team schafften wir ein echt starkes Video mit trippy Konzept.“



Fotocredit: Louisa Stickelbruck

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