Neuer Song: LiLA

Veröffentlicht: Juni 6, 2021 in Musik
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ElektroPop-Sängerin LiLA behandelt in ihrem neuen Song „Hey Ana“ ein wichtiges Thema: Essstörung. Tiefer Inhalt, leichte Vibes. Wir stellen Euch LiLA und ihren wichtigen Track vor! Musiktipp!

Im Song erinnert sich LiLA an ihre Essstörung, die ihr im Nachhinein vorkommt wie eine toxische Beziehung. Jahre voller Schmerz und das Gefühl von Nicht-genug-sein-können verpackt die Wahlberlinerin in ihre neue Elektro-Pop-Single. Eine EP ist noch für dieses Jahr geplant. Der Song ist trotz des eingängigen Elektro-Pop-Charakters inhaltlich ziemlich heavy. LiLA beschreibt hier ihre persönliche Erfahrung mit Magersucht – ANA (Anorexia). Ein wichtiges und allgegenwärtiges Thema, das viele Menschen, vor allem junge betrifft, aber nach wie vor unter den Tisch gekehrt wird. Im Song versucht sich LiLA von dieser „falschen“ Freundin ANA zu befreien.

Wo wir bereits tiefgehende Texte von der Berliner Songwriterin gewöhnt sind, geht “Hey Ana” noch einmal etwas tiefer. Geringes Selbstwert- und Körpergefühl und die damit verbundenen schmerzhaften Jahre hat die Wahlberlinerin in ihrem neuen Song verarbeitet. Hey Ana” personifiziert ihre hinter sich gelassene Essstörung wie eine beste Freundin. Dass diese Freundschaft jedoch nicht positiv geprägt ist, wird bereits nach den ersten Zeilen klar. Ana ist der “Spitzname” für Anorexie (Magersucht). Bis heute wissen nur enge Freunde von LiLAs Erkrankung:

“Ich glaube nicht mal meine Eltern wissen, dass es mir eine Zeit lang wirklich schlecht ging. Ich konnte die Essstörung immer gut verbergen, da ich nie lebensgefährlich dünn war. Ich habe mich zwanghaft gewogen, nur eine Packung Gummibärchen am Tag gegessen & zuckerfreie Limos getrunken, um meinem Körper vorzugaukeln ich würde ihm genug Kalorien zuführen. Ich hab mich gut gefühlt wenn die Waage die richtige Zahl gezeigt hat. Körpergefühl war ein Fremdwort und das, obwohl ich fast jeden Tag 3h Sport gemacht habe. Im Wort Magersucht steckt glaube ich nicht umsonst das Wort ‘Sucht’ . Ich war süchtig nach dem Erfolg auf der Waage. Süchtig nach Gewichtsverlust und süchtig nach dem ambivalenten Gefühl, das ich quasi andauernd hatte. In manchen Momenten wusste ich, dass das Quatsch ist, was ich hier gerade mache. In anderen Augenblicken war das gute Gefühl aber einfach so stark, dass es sich total richtig angefühlt hat, einfach nichts zu essen.”



Im Musikvideo gelingt es LiLA und dem Regisseur und Videofotografen Marcel Brell (ua. Anastacia, Natasha Bedingfield, EULE, Alin Coen) die düstere Atmosphäre des Songs einzufangen. Erfahrung, Musikalität und Fingerspitzengefühl werden die treibenden Kräfte des Clips. Im Mittelpunkt stehen aber vor allem die verschiedenen portraitierten Essstörungen.

Seit einigen Jahren ist Essen kein großes Thema mehr für die Sängerin. Jedoch bleibt das Gefühl, die Krankheit könnte jeden Moment wieder vor der Tür stehen. So entsteht der Titel am Weihnachtsmorgen 2020. Hey Ana” ähnelt vom Sound der erste Single der Newcomerin: „Salz“ . Düstere Klänge und kraftvolle Drums weisen den Weg für gezielt gesetzte Synthesizer und LiLAs poppige Stimme, die mit gewohnter Power über der Produktion schwebt.




Für Fans von …
Amy Wald, Jazzy Gudd, ela.


Fotocredit: Alexander Schank

 

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