WW_Vielleicht Irgendwann_Cover_Credit Universal MusicDiese Woche erscheint mit „Vielleicht Irgendwann“ das neue Album von Wincent Weiss: Es ist eine sehr persönliche Platte geworden, auf der er ehrlich die harten Phasen seines Lebens verarbeitet. Eine Album Review. Außerdem: Gewinnt CDs!

Auf seinem dritten Werk präsentiert Wincent Weiss 15 neue Songs. So offen und ehrlich, wie noch nie, so kraftvoll und musikalisch vielfältig, wie noch nie. Und zeigt, dass „Vielleicht Irgendwann“ nicht Stillstand oder Resignation in sich trägt, sondern Zuversicht. Bei allem, was uns in der letzten Zeit beschwert, bedrückt, beeinträchtigt und gefühlt so oft gelähmt hat: so schön und beglückend ist es doch, immer wieder festzustellen, was uns letztendlich antreibt und den Kopf nicht in den Sand stecken lässt: Zuversicht… und Musik!

Große Pop-Hymnen sind genau das, was Wincent Weiss perfekt beherrscht – hört man seinen Namen, hat man „Feuerwerk“ oder „Musik sein“ im Ohr. Happiness pur! Mit seinem neuen Album „Vielleicht Irgendwann“ setzt Wincent Weiss weiterhin auf große Klänge, geht jedoch viel mehr in die Tiefe und verarbeitet seinen Schmerz, seine Depression und Emotionen, wie er mit „Was habt Ihr gedacht“ Anfang des Jahres überraschend präsentiert hat: Hier hat Wincent Weiss bereits angedeutet, dass er die Geisel seiner eigenen krassen Ängste war ( „Der Preis für den Applaus/ Diese scheiß Angst“ ). Uff, hart. Da musste man erstmal kräftig durchatmen, um dann von der offiziellen ersten Single „Wie es mal war“ nochmal erschlagen zu werden. Das ist es nämlich: Man steckt nicht drin und sieht immer nur die Sonnenseite des Erfolgs, vergisst aber die Schattenseiten und dass das tatsächlich alles nur Menschen wie Du und ich sind, die ebenso mit der Dunkelheit zu kämpfen haben. Damn. Das wird ein ganz schön krasses Album haben wir uns schon vor Monaten gedacht!

Mit „Weit weg“ setzt Wincent Weiss uns einen unfassbar starken Opener auf die Brust – eine powervolle eHymne, die beschreibt, was er als junger Popstar durchmachen muss – keine Freizeit, nur Termine, keine Freundschaften, was ist überhaupt echt? Realität vs. Traumwelt kreuzen sich deutlich und Wincent Weiss steht irgendwo zwischen Flucht und Hoffnung, komplette Zerrissenheit macht sich breit; und mit den ersten Zeilen zeigt der Künstler, wohin die Reise auf diesem dritten Album gehen soll.

Wenn ich die Augen schließ’/
Dann bin ich frei/
Wenn ich nur will/
Bin ich weit weit weg
[…]
Jeder Tag ist so gleich/
Wie der davor/
Das Gefühl für die Zeit/
Hab ich schon lange verlor’n/
[…]
Doch ich kann die Welt von oben sehen/
Obwohl ich eigentlich am Boden bin“

Ein Album über sein Leben, seine Depression, seine Angst – ein Album, das zu 100% Wincent Weiss ist und somit komplett authentisch eine neue Seite des Sängers zeigt. Wincent Weiss wird natürlich auch von Licht begleitet und rafft sich immer wieder auf: „Wer wenn nicht wir“ ist eine Feelgood-Hymne über die wahre Freundschaft, denn am Ende zählen diese großartigen Menschen, mit denen alles wunderschön ist – die uns an den schlimmsten Tagen aufmuntern können.

„Wer wenn nicht wir ist einer der letzten Songs, den ich für das kommende Album geschrieben habe. Ich habe gerade in der letzten Zeit wieder Mal gemerkt, wie wichtig Freundschaften sind und auch, dass man mit den richtigen Menschen genau durch diese und alle anderen harten Zeiten im Leben kommt!“

Natürlich hat auch die Liebe einen Platz in seinem Herzen und somit auf seiner persönlichsten Platte: „Wo die Liebe hinfällt“ kämpft mit den Erwartungen, die Wincent Weiss hatte, greift noch einmal seinen Hit „Kaum Erwarten“ auf, in dem er sich seine perfekte Familie gewünscht hat. Catchy Popnummer mit Tiefe! & auch Liebeskummer ist natürlich prägend und wird hier auf „Jetzt nicht mehr“ und „Nur wegen Dir“ (eine wunderschöne Klavierballade mit hohem Gänsehaut-Faktor!) verarbeitet – daten, obwohl man noch an einer Liebe hängt – und den Glauben an eine neue Liebe nicht zuzulassen. Das klare Motto der Platte wird immer deutlicher: Durchhalten, weitermachen, Auswege finden – aber erst, nachdem man den Schmerz gespürt und die Situationen reflektiert hat. Und nach dieser Reflexion ist Wincent Weiss bei einer klaren Ansage angekommen: „Vergiss mich“ – ein Track, der textlich an die neuen Songs der Nacht-Ära von Künstlerin ELIF erinnert – ist ein klares Ende der Beziehung, ein krasser Cut und ein deutliches Statement.

Diese Platte ist der Wahnsinn an Vielfältigkeit und zum Ende liefern Wincent Weiss und sein Studioteam noch einmal powervolle Hymnen mit Stadionatmosphäre: Du hörst „Was weißt denn Du schon über mich“ und „Wann“ und hast das Gefühl, dass Wincent Weiss seine eigenen Mauern einreißt, um drüberzuspringen. Rock- und Rap-Attitüde ballern ordentlich rein und zeigen eine starke Wut (mit minimalen Screamo-Parts – unerwartet und überkrass) in seiner Stimme, die den lyrischen Struggle unterstreichen. Wincent Weiss scheint angekommen und sein musikalisches Ich gefunden zu haben – und auch Frieden mit sich selbst zu schließen, denn vielleicht ist irgendwann schon jetzt: „[…] Finden Fehler/ Denn wir suchen zu viel/ Doch gerade fehlt’s mir hier an nichts/ Und das sag ich sonst nie“ .

Und so ist dieses Album wie eine Therapie: Einmal durch die Hölle zu sich selbst, reflektieren, verarbeiten und plötzlich wissen, was verändert werden muss, um sich zu finden und bei sich selbst zu bleiben. Und so endet die größtenteils düstere Platte mit optimistischen Worte:

„Vielleicht irgendwann/
Werd ich die beste Version von mir/
Vielleicht irgendwann/
Werd ich mal glücklich im Jetzt und Hier/
Dann lauf ich nicht mehr vor allem davon/
Was mich irgendwie halten kann/
Und dann komm ich an/
Vielleicht irgendwann“

Vielleicht Irgendwann“ hat Tagebuch-Charakter und zeigt Wincent Weiss von einer ganz anderen Seite: Vom fröhlichen Sunny-Boyband-Typ zum nachdenklichen Künstler mit ehrlicher Ernsthaftigkeit hinter der Fassade. So persönlich und intim, dass es sich beim Zuhören oft wie ein Stich ins Herz anfühlt – und Dich erstmal mit runterreißt. Einsam und verletzlich zeigt Wincent Weiss uns hier den Zugang zu sich selbst – und sorgt für mehr Offenheit und Diversität im Popzirkus. Großartig!


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ANSPIELTIPPS FÜR DEN ERSTEN EINDRUCK
WAS HABT IHR GEDACHT //
WAS WEISST DENN DU SCHON ÜBER MICH //
WANN //
WINTER //
WIE GEMALT
VIELLEICHT IRGENDWANN



VERLOSUNG
Gewinnt 3x 1 CD:
Wincent Weiss – „Vielleicht Irgendwann“ CD

Mailt uns einfach bis zum 16.05.2021, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Wincent Weiss CD” an win(at)the-pick.de und gebt bitte Eure vollständige Anschrift an und schreibt uns doch bitte, warum ‚Vielleicht Irgendwann‘ von Wincent Weiss nicht in Eurer Sammlung fehlen darf. Unvollständige Mails und Mehrfacheinsendungen können wir leider nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ++ Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie (bzw. des Lockdowns) wird sich der Versand voraussichtlich verzögern, da die Labels aktuell nicht in die Büros dürfen. Wir bitten um Verständnis!
Viel Glück!

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Fotocredits: Christoph Köstlin
Cover: Universal Music

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