|| PICKSTAPE BY… DOTE

Veröffentlicht: April 19, 2021 in Musik
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Screenshot_20210419_110944DOTE aus Essen machen IndiePop, der sich stets weiterentwickelt und irgendwie wie keine andere Band des Landes klingt. Ob es an der Inspiration liegt? DOTE haben für Euch ein sehr spannendes Mixtape erstellt. #0001. PICKSTAPE BY… DOTE!

DOTE sind Coming-of-Age-Indie. Ambivalenz-Pop. Jugend ist beschissen und großartig, peinlich und beneidenswert, für immer und schon lange vorbei. Metaphorische Zerrissenheit, die man DOTE wortwörtlich anhören kann, denn DOTE hat zwei Sänger: Da ist Jonah mit seinem dunklen, vibrierenden Gesang und Lukas mit seiner hellen, poppigen Stimme, die sich mischen wie Farben in einem Glas Wasser. Beide sind Frontmann, also ist keiner Frontmann. DOTE stellen nicht nur optisch das Konzept der klassischen Band radikal in Frage. Auch die Songs klingen ungewohnt reduziert. Jeder Sound hat seinen festen Platz, kein Instrument ist da ohne Grund.

Man kann hier, klar, Referenzen an die großen Indie-Bands dieser Zeit finden: Ein bisschen The 1975 ist da bestimmt, ein kleines Stück Wallows auch. Und doch klingen DOTE wie keine andere deutsche Indie-Band. Selbstbewusst erfinden sie sich aus vielen Genres einfach ein neues, machen ihre Adoleszenz kurz zum Ohrwurm und gehen dann eine rauchen.

Wir haben DOTE gebeten, eine Playlist zusammenzustellen – ein Mixtape, genauer gesagt bei uns ein Pickstape: DOTE picken Songs, die wir Euch als Playlist laufen lassen und lassen die Jungs selbst auch noch zu Wort kommen.



Pickstape #0001 by DOTE – 13 Picks + 1 eigener Track:



FOALS – SPANISH SAHARA, picked by Jonah
Neulich sagte ein Freund zu mir, die besondersten Songs wären die, bei denen Text und Musik als Einheit eine Stimmung transportieren, die viel nuancierter ist als Begriffe wie Furcht, Glück, Trauer und so weiter. Gefühle, die zwar jeder kennt, für die es aber gar keinen richtigen Namen gibt, weil sie so situativ, so speziell sind. So ein Song ist „Spanish Sahara“ von Foals. Mein Lieblingssong, gefühlt seit ich ihn zum ersten Mal gehört habe. Er handelt, so verstehe ich ihn, vom Chaos des Todes, von der Angst, dass danach nichts mehr kommt. Davor, dass Menschen in einem Moment noch da sind und im nächsten einfach fort, für immer. Es ist ein existentieller Song, der sich an manchen Stellen diesem Chaos nähert, sich ihm aber nie ganz ergibt. Stattdessen sortiert er die eigenen Sorgen und spendet schließlich Trost.

SiR – JOHN REDCORN, picked by Lukas
Nicht ganz unbekannt, aber vielleicht kennt einer diesen Track ja noch nicht. Ich habe lange keinen Song mehr entdeckt, den ich tagelang im Loop hören konnte. Mit „John Redcorn“ kam das aber ganz intuitiv. Das Instrumental und die Vocals sind einfach on fleek und stecken voller Überraschungen, die erst auffallen, wenn man den Song zum zehnten, 20. oder vielleicht 50. Mal hört. Man fühlt einfach den Pain des Artists. Das Video ist auch super.

BEN HOWARD – METAPHYSICAL CANTATIONS, picked by Moritz
Ich verfolge seit vielen Jahren die Musik von Ben Howard. Immer, wenn ein neues Album angekündigt wird, freue ich mich, auch weil ich gespannt bin, wie er seinen Sound einmal mehr weiterentwickelt hat. „Metaphysical Cantations“ läuft bei mir im Moment auf Repeat. Der Song steht für mich stellvertretend für eine Entwicklung, die sich durch das ganze neue Album zieht: Weg von komplizierten Einzelinstrumentalparts, hin zu Detail verliebteren Produktionen. Das Zurückschrauben des eigenen Egos im Songwriting, die Arbeit für den Song vieler Instrumentalisten, ohne aber sich selbst in den Vordergrund zu spielen, das gefällt mir sehr.

ROOSEVELT – SIGN, picked by Niclas
Ich weiß noch, als ich „Sign“ zum ersten Mal gehört habe: Der Song hat mich schon nach Sekunden in seinen Bann gezogen und da auch nicht mehr herausgelassen. Ich habe das Lied im Auto gehört, nach einem harten Tag, auf dem Weg nach Hause. Und dann kam dieser Drop. Es hat sich angefühlt, als wenn plötzlich alles locker, entspannt wurde. Als wenn der Stress einfach von mir abfiele.


Fotocredit: Lukas Vogt

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