|| IM DIALOG MIT … NKALIS

Veröffentlicht: April 17, 2021 in Interviews, Musik
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Genres dienen oft der Einsortierung in einen Bereich – warum aber nicht mal vom Ufer weg und quer durchs Meer schwimmen? NKalis hat das gekonnt gemacht und verbindet diverse Stilelemente von HipHop, Trap, RnB und Electro – und das klingt wahnsinnig krass. Ein Interview.

1 Millionen Streams auf Spotify und ein öffentlicher Ritterschlag durch Fynn Kliemann sind nur zwei der Dinge, die NKalis auszeichnen. Fynn Kliemann, selbst erfolgreicher YouTuber, Unternehmer und Gewinner der 1Live Krone, erkannte sein außergewöhnliches Talent und nahm ihn in sein damaliges Two-Finger-Records-Bandvoting auf. Kliemann sollte mit seinem Gespür recht behalten und NKalis belegte auf Anhieb den 3. Platz. Ein weiterer Meilenstein in der erst jungen Karriere!

Der 23-jährige Rapper und Sänger schreibt bereits Songs wie etablierte Künstler und produziert tatkräftig einen Beat nach dem anderen, der einzigartig ist aber auch im Ohr hängen bleibt. Es is irgendwie eine neue Art von Musik: ein Crossover von diversen Genres mit Stilelementen von HipHop, Trap und RnB sowie klassischen Instrumenten und elektronischen Klängen.


IM DIALOG MIT… NKALIS

The Pick: Crossover. Rap, Pop, HipHop, Trap – Dein Sound ist vielfältig und so international. Wann kam der erste Beat und wusstest Du sofort, wie NKalis klingen würde?
Ich hab irgendwann 2014 angefangen, aufzulegen. Nur war ich echt schlecht und hab deswegen angefangen, Beats zu bauen… die haben sich anfangs nach 8-Bit Klingeltönen angehört. Irgendwann hab ich dann halbwegs Beats bauen können und brauchte noch ’ne stimme. Ich dachte mir; bevor ich auf jemand warten muss, um aufzunehmen, mache ich das einfach selber. Dass ich mich irgendwann so anhören würde, hätte ich nicht gedacht.

Dein Song „No Fair“ war in internationalen Playlisten. Wie war das: Bist Du aufgewacht und es war erstmal mega Jubel oder wie kannn man sich das vorstellen?
Der Song hat auf jeden Fall recht schnell Hörer gefunden. Mittlerweile war er in 30K Playlists auf Spotify. Für mich ist das noch unglaublich viel. Allerdings war es nicht von heute auf morgen… “No Fair” rotiert seit 2018 auf Spotify und Co. Ich denke aber ich habe die Jahre regelmäßig genug zelebriert, da werden oft genug die steigenden Stream-Zahlen die Motivation gewesen sein.

Du bist irgendwie teils in Malaysia und teils München aufgewachsen. Was sind die krassen Unterschiede zwischen Asien und Deutschland, gerade auch im musikalischen Bereich?

Meine Familie ist 2004 nach Penang gezogen. Da war ich 7. Ich bin dann mit 19 wieder nach München gezogen. Von jedem Tag 32 Grad und Sonne zu München war vorerst kein guter Tausch. Ich habe dann aber schnell die Stadt und meinen kleinen Vorort lieben gelernt. Hauptsächlich dank den Menschen, die ich dort gefunden habe. 

In Malaysia aufzuwachsen war teilweise verrückt, aber die Erlebnisse und Geschehen dort haben mich zu dem Künstler gemacht, der ich nun sein kann. Interessant, mit einem ordentlichen Knacks…

… und wo lebst Du jetzt gerade und was ist für Dich Heimat – oder hast Du mehrere ‚happy homes’?
Momentan wohne ich in Portugal, um neue Projekte anzugehen. Hab meinen Job wegen Covid verloren, da habe ich die Chance genommen und bin zu einem Film Produzenten in Caparica geflogen. Nun bin ich hier, hab halbwegs Plan, wo es hingehen soll und arbeite hier mit Capifornia™, um meinen Hörern wieder regelmäßig dopen sh*t zu delivern. Im Herzen wird wohl immer Penang mein Zuhause bleiben, aber am Ende machen die Leute um mich rum mein Home.

Das Hörverhalten hat sich total geändert. Früher hat man auf Alben gewartet, jetzt wühlt man sich durch zig Playlisten. Was ist für Dich am heutigen Musikkonsum Fluch und was Segen?

Die Playlist-Situation trägt in meinen Augen beides mit sich. Künstler brauchen nicht mehr ganze Alben, um für Aufmerksamkeit und Reichweite zu sorgen. Zugleich werden jetzt aber Newcomer durchgehend mit Angeboten von irgendwelchen Playlist-Fuzzis zugemüllt. Sowas wird dann wieder ausgenutzt, um anstrebenden Künstlern mit falscher Hoffnung das Geld aus den Taschen zu ziehen. Da gibts einfach zu viele Leute, die besch***en…

Allerdings können nun auch kleinere Künstler dank Spotify und Co. alleine von Streams schon Geld verdienen und sind direkt weltweit zu finden. Für mich ist das ein Segen.

Hennessy“ ist Dein erster Song mit Musikvideo. Was bedeutet dieser Release für Dich?
Es ist für mich der erste Schritt in die richtige Richtung und ein kleiner Vorgeschmack davon was ab jetzt kommen wird.

& was ist für 2021 geplant, hast Du einen Ausblick auf nächste Tracks?

Arbeit, Arbeit, Arbeit… Noch ein Paar mal auf Corona konformen Open Airs auf der Bühne stehen und so viel produzieren wie geht. Neue Singles werden immer wieder kommen und ein größeres Projekt ist in Aussicht.

Nehmen wir an, Du müsstest Deine Musik jemandem beschreiben, der nicht hören kann: Welche Farbe, welchen Geruch, welhen Geschmack hätte der NKalis-Sound?

Da auf eine Farbe zu kommen ist etwas schwierig. Rot und Blau.. also ehh.. Lila? Vielleicht der Geruch einer Müllhalde an einer Berglandschaft… Mann bekommt die dreckige Wahrheit in den Momenten, wenn die erfrischende Bergluft nicht weht.

Hast Du aktuelle oder all-time Lieblingssongs, die Dich vielleicht sogar inspiriert haben?

Der Song “Weekend feat. Miguel” von ‘Mac Miller’ und alles um diesen Künstler herum hat mich inspiriert. Aber diese Frage kann man nicht einfach so beantworten. Kendrick Lamar, Eminem, Drake und später Post Malone haben mich sehr geprägt. Und das ist nur ein winziger Bruchteil dieser Liste.

(c) superlifepromo
Fotoscredits: Rome Michael

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