Diesen Freitag erscheint Ben Howards neues Album „Collections From The Whiteout“ , aus dem wir bereits 5/14 Songs als Singles kennen – und doch wird die Platte noch überraschen. Eine Album Review. Außerdem: Wir verlosen CDs!

Ben Howard veröffentlicht am 26. März sein viertes Album „Collections From The Whiteout„. Produziert wurde es von Aaron Dessner / The National (Taylor Swift, Sharon Van Etten). „Collections From The Whiteout“ ist wie ein Scrapbook voller berührender, humorvoller und poetischer Einträge, inspiriert von teils kuriosen Newsmeldungen und verwoben mit persönlichen Geschichten – und schon die erste Auskopplung, „What A Day“ (Januar 2021), zeigte deutlich: Ben Howard wird sich mit dieser Platte treu bleiben und dennoch einen anderen Weg einschlagen, der vielleicht auf den ersten Hör ein wenig ungewohnt „too much“ scheint, die Hörerschaft dann aber um den Finger wickelt, ganz benhowardlike. Denn mal unter uns, ganz ehrlich – wer kann dieser fast schon Feelgood-Hymne „What A Day“ widerstehen und bekommt nicht Lust, augenblicklich über ein Frühlingsblumenfeld zu huschen oder am menschenleeren Strand irgendwo in England allein mit sich selbst und dem Wind zu spazieren; nur, um dann doch von den tiefen Emotionen eingeholt zu werden, die Mister Ben Howard mit seiner fein-melancholischen Stimme auslöst?

Vergleichen ist immer so eine Geschichte, denn natürlich waren die Vorgänger anders – das sind sie bei diesem Ausnahmekünstler aber irgendwie auch alle, wenn wir das mal genau betrachten. Angefangen hat alles vor 10 Jahren mit Every Kingdom“ , das die Indie-Surfer-Hippie-Skater-Antimainstream-Menschen vom Hocker gehauen und durch jegliche Jahreszeit begleitet hat; drei Jahre später gefolgt von „I Forget Where We Were“ und damit experimentellen Hymnen wie „End Of The Affair“ (pure Liebe, noch heute, für immer!); weitere vier Jahre später (und einem Gedanken daran, aufzuhören), gab es dann Ben Howards Meisterwerk „Noonday Dream“ , das schon in Special Interest überging und den schüchternen Jungen plötzlich als ausgereiften Künstler darstellt, der sich Track für Track selbst übertrifft und es teilweise nicht einmal mehr in Erwägung zieht, ältere Hits live zu spielen – warum auch? Jetzt wirft der 33-jährige Benjamin John Howard uns also „Collections From The Whiteout“ vor und damit zum ersten Mal wirklich eine (An-)Sammlung an Experimenten, Geschichten und Tüfteleinheiten: Als würde man mehrere Legosteine aufeinanderlegen und etwas damit erschaffen – nicht mehr nur im Alleingang, sondern dieses Mal sogar in Form von Kollaborationen: Ben Howard konnte Aaron Dessner von The National als Produzent und Musiker gewinnen sowie Kollegen von Big Thief, This Is The Kit und Schlagzeuger/Produzent Yussef Dayes. Die Streicher wurden vom Bon Iver/Laura Marling-Kollaborateur Rob Moose orchestriert. Doch auch Bens langjähriger Gitarrist Mickey Smith ist als vertraute Konstante dabei.


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Und genau das macht „Collections From The Whiteout“ aus – hier gibt es wirklich wahre und skurrile oder auch schöne Geschichten, die das Leben mit all seinen Facetten geschrieben hat: Sie erzählen vom Tod des Amateurseglers Donald Crowhurst; der russisch-deutschen Betrügerin Anna Sorokin; von Richard Russell, dem Mann, der ein Flugzeug stahl und zum Absturz brachte; und der zerstückelten Leiche, die ein Freund seines Vaters in einem Koffer fand, der in der Themse trieb. Einem England, das durch politische Empörung und Machtkämpfe ins Absurde aufgeblasen wurde und persönliche Anekdoten aus Bens Zeit zwischen Paris, Devon und Ibiza. Und mirnichtsdirnichts macht Ben Howard daraus ein Album (wovon wir 5/14 Songs bereits als Vorab-Tracks kannten und uns zugegebenermaßen mindestens so wie Annie Mac/Hottest Record In The World verliebt haben), das gefühlt nicht aus Songs besteht, sondern aus Gefühlen, die die sämtlichen Erlebnisse mit sich gebracht haben. Momentaufnahmen, die Emotionen hervorrufen. Seufzen. Fühlen. In anderen Spähren schwingen. Schwierig scheint es deshalb, einzelne Sequenzen zu analysieren – hier sollte man wirklich in Gänze selbst hören und (ver-)träumen. Spezielle Vibes, zugegeben, auch für Fans seiner Musik – doch wer sich auf Ben Howard einlässt, darf am Ende wirklich von sich behaupten, einem der größten Songschreiber-Musiker-Künstler unserer Zeit, sein Gehör geschenkt zu haben.

Ben Howard ist eben ein wahrer Singer-Songwriter-Artist mit genreübergreifenden Einflüssen; und einer Gabe, Inspiration unglaublich fragil und doch extrem zu verarbeiten – und daraus kleine Meisterwerke entstehen zu lassen, Stück für Stück. Vielleicht sind die „Collections From The Whiteout“ auch ein Fragment, nur Ben Howard selbst weiß – auf jeden Fall ist auch diese Platte wieder einmal ein klangliches Abenteuer voller Charme und Stimmung. Und wir können uns schon jetzt auf die Weiterentwicklung innerhalb der nächsten drei, vier, fünf Jahre freuen.


ANSPIELTIPPS FÜR DEN ERSTEN EINDRUCK
Sorry Kid //
Follies Fixture //
Metaphysical Cantantions //
What A Day //
Make Arrangements



VERLOSUNG
Gewinnt 3x 1 CD:
Ben Howard – „Collections From The Whiteout“ CD

Mailt uns einfach bis zum 05.04.2021, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Ben Howard CD” an win(at)the-pick.de und gebt bitte Eure vollständige Anschrift an und schreibt uns doch bitte, warum ‚Collections From The Whiteout‘ von Ben Howard nicht in Eurer Sammlung fehlen darf. Unvollständige Mails und Mehrfacheinsendungen können wir leider nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ++ Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie (bzw. des Lockdowns) wird sich der Versand voraussichtlich verzögern, da die Labels aktuell nicht in die Büros dürfen. Wir bitten um Verständnis!
Viel Glück!

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Fotocredits: Roddy Bow

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