Musiktipp: HINDS

Veröffentlicht: Dezember 4, 2019 in Musik
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BOOM! Die großartigen Hinds haben wir schon länger vermisst, konnten uns aber an den älteren Songs erfreuen – jetzt schmettern sie mit „Riding Solo“ mal wieder ein Brett hin. Unser Musiktipp!

Ein Jahr lang war es still um die spanische Gitarrenband Hinds – bis jetzt: Denn genau jetzt tischen die vier Ladies mit „Riding Solo“ den ersten Leckerbissen von ihrem bevorstehenden dritten Album auf. Der neue Track klingt gewohnt dreist nach Hinds, gleichzeitig deutet er eine mutige, neue Richtung für die Band an: Nach wie vor gehören herrlich verzerrte Vocals und ansteckende Chöre zum Repertoire des Quartetts, die nun aber in eine fette und überraschend eingängige Produktion von Jennifer Decilveo eingebettet sind, die unter anderem schon für Bat for Lashes oder The Gossip tätig war. Keine Sorge: Der kommende Longplayer der Hinds ist kein glattes Popalbum geworden, es rumpelt weiterhin naiv elegant. Aber die vier Spanierinnen haben sich nach zwei Alben und unzähligen Liveshows hörbar weiterentwickelt.

Es deutet also alles auf ein aufregend abwechslungsreiches drittes Album hin, aber im Grunde genommen bleibt die Band sich selbst treu und schreibt weiterhin tief persönliche Texte über ihre Herausforderungen und Schwierigkeiten, die aber auch universell klingen: „Einsamkeit ist eines der häufigsten menschlichen Gefühle, oder? Naja, ein Musiker zu sein, hilft nicht wirklich. Dein ganzes Leben ist ständig in Bewegung und das Einzige, was bleibt, bist du selbst und der Umgang mit dir selbst. Oh Gott, wir alle wissen, wie langweilig und anstrengend das sein kann. Davon handelt Riding Solo. Von und über uns. Ständig in Bewegung, überall und nirgendwo gleichzeitig. Umgeben von Fremden die meiste Zeit des Tages, 9 Stunden Zeitunterschied zu unseren Leuten und dem, was wir Zuhause nennen, leben und sterben por y para la música“ , so die Band. Ein Leben für die Musik eben.



Mit ihren zwei bisherigen Alben „Leave Me Alone“ und „I Don’t Run“ , die weltweit rund 50 Millionen Streams generiert haben, konnten die Madrileninnen von Hinds mit ihrer ehrlichen, lustigen und charmanten Musik globale Anerkennung für ihre emotionale Offenheit und kompromisslos-anarchische Art gewinnen. Hinds lieben es zu feiern, aber eben auch genauso hart zu spielen, wie sie arbeiten. Bislang haben sie über 500 Shows auf der ganzen Welt absolviert, darunter Slots beim Glastonbury, Primavera Sound, Pitchfork Paris und dem Fuji Rock Festival. 

Fotocredit: Andrea Savali

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