fem_pop ist ein Konzertformat für female und nicht-binäre Acts in Düsseldorf – das letzte Event war ausverkauft und Mia Morgan konnte das Publikum in Nullkommanix für sich gewinnen. Wir waren live dabei!

Am vergangenen Samstagabend lud die Konzertreihe fem_pop welche wir an dieser Stelle noch einmal stark empfehlen wollen – ins Café des Düsseldorfer Zakk ein: Mia Morgan ist wahrscheinlich die coolste Neuentdeckung, die gerade in der deutschsprachigen Musik zu finden ist. Ihren Sound beschreibt sie selbst als „Gruftpop“ . Synthie Leads treffen auf emotionale Texte, die clevere Analysen der Generation y (oder ist es doch schon z?) – sind. Sie fürchtet sich nicht vor dem stigmatisierten Begriff der deutschsprachigen Popmusik. Vielmehr hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, diesen mit genreübergreifenden Sound-Elementen und von einer liberal-feministischen Position aus neu zu definieren. Für viele vielleicht noch kein etablierter Name am Musikhimmel, für einige Liebhaber ehrlicher, guter deutschsprachiger Musik allerdings wohl DIE Newcomerin 2019.

Trotz des düster-symbolischen Namens „Gruftpop kann man eines schnell feststellen: Gruftig ist die Stimmung beim Publikum an diesem Abend ganz und gar nicht. Schon Tage vorher meldet das Zakk „ausverkauft“ und die davon sichtlich geplättete und dankbare Künsterlin wurde in ihrem fantastischen Outfit vom absolut textsicheren Publikum lautstark empfangen. Ob nun bei ihren eigenen Songs („Valtentinstag“ ist neben „Es geht mir gut“ unser aktueller Dauerbrenner) oder aber bei den drei sensationellen Covern, die Mia Morgan mitbringt (Marina and the Diamonds, t.A.T.u.s „All The Things She Said“ , der sie damals auch ihr Interesse an Frauen entdecken ließ oder aber ihrer Lieblingsband Die Ärzte) – die Gruftpopgemeinschaft feierte ausgelassen!

Mia Morgan ist eine wirklich interessante Künstlerin, die eine so sympathisch-sichere Art hat, dass man ihr bei ihrem Tun auf der Bühne nonstop zuschauen könnte: Ob mit Gitarre in der Hand, ob lächelnd oder ob einfach schwärmend und erzählend – Mia Morgan ist so souverän, dass ihr zu keiner Sekunde anzumerken ist, dass heute ihr allererstes Headliner-Konzert stattfindet (vorher spielte sie ’nur‘ Gigs auf Festivals oder Support-Slots für Leoniden oder Drangsal): „Es ist unglaublich für mich, dass so viele Leute Tickets für MEIN Konzert kaufen – obwohl es so viele Fotos von mir im Internet gibt“ , schmunzelt sie. & wir prophezeien: Das war definitiv nicht das letzte Konzert von Mia Morgan, die Frau wird noch einige Clubs ausverkaufen und die Bühnen des Landes mit ihren von den 80ern inspirierten Synth-Pop-Ohrwürmern inklusive Gruft-Appeal beehren und die Fans davor beglücken. 

Übrigens: Wer sich fem_pop mal anschauen möchte (wie gesagt: wir empfehlen ein Hingehen stark unbedingt), hat bei fem_pop #7 die Chance, denn da treten Romie auf und geben etwas Folk zum Besten. Alle Infos und Tickets hier!

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Fotocredits – bitte immer angeben: Christin Söhnchen (The Pick)

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