Lena ist derzeit mit ihrem fünften Studioalbum „Only Love, L“ auf großer Deutschland-Tour und machte am gestrigen Montagabend endlich auch in Köln Halt – das Palladium war komplett ausverkauft.

Das Konzert von Lena im Palladium Köln wurde mehrfach verschoben – am 17. Juni 2019 sollte es endlich stattfinden und das sonnige Wetter passt perfekt zum Ankommen der Künstlerin, bei der musikalisch endlich wieder alles rund läuft und in die Welt hinausgetragen werden kann: Lena hat sich während ihrer kreativen Pause selbst gefunden und somit ihre Kreativität zurückerlangt, wie man bereits auf dem sehr persönlichen Pop-Album „Only Love, L“ hören kann.

Heute Abend steht hier eine powervolle Performerin auf der Bühne, die sichtlich und hörbar dankbar ist, dass es endlich soweit ist: „Kann sein, dass ich sehr emotional bin heute und viel rede: Es ist mir eine große Ehre und zudem eine große Freude und es bedeutet mir ganz, ganz viel, jetzt endlich mit diesem Album, das mich so viel Zeit, so viel Energie, so viel Liebe, so viel Kraft, soviel Schweiß und so viel Schmerz gekostet hat, vor Euch zu stehen! Dass Ihr alle gekommen seid, ist das beste Geschenk – vielen Dank!“ , erzählt Lena lächelnd und bekommt währenddessen schon viel Gejubel, Gekreische und Geschrei zurück. Auf der Bühne, vor der Bühne – beide Seiten sind mehr als zufrieden und von Sekunde Eins an happy. Auch ihre alten Songs gehören zur Geschichte dazu, sodass diese natürlich einen Platz in der Setlist finden, die unter anderem auch ein kurzes Billie-Eilish-Cover zum Song „bad guy“ bereithält: Lena performt die Chorographie im Mittelpunkt ihrer Background-Tänzerinnen, Band und Background-Sängerinnen – mega Timing, diesen aktuellen Überhit zu wählen, den von sehr jung bis alt (so ist das Publikum aufgeteilt – und es handelt sich nicht nur um die Eltern der Kids) alle mitgrooven können. Boom!

Zwischendurch hat Lena immer wieder Zeit für ein paar persönliche Worte und erzählt, dass sie aus einer Familie kommt, in der man nicht so viel hatte und betont daher: „Danke, dass Ihr Euch ein Ticket gekauft habt. Das mein ich ganz ernst! Denn ich weiß, was das bedeutet, 30-40 Euro für ein Konzertticket auszugeben – das ist verdammt viel Geld.“ Da die Sängerin möchte, dass die Fans soviel wie möglich für ihr Geld bekommen, geht sie – natürlich von Security begleitet – kurzerhand auf Tauchfühlung mit dem Palladium, indem sie durch die singend Menge läuft, was bei den Fans natürlich für Kreischalarm sorgt. Der andauernde Applaus bringt sie immer wieder dazu, Komplimente zu machen, wobei ein influencer-artiges „Ihr seid so schön!“ offensichtlich ihr liebster Ausruf ist.

Insgesamt sind die 90 Minuten ein Pop-Konzert der absoluten Extraklasse: Viel Bewegung (Choreographie, Akrobatik); viel Teenie-Gekreische; Körperbetonung, wo es nur geht; Erholung („Seid im Moment! Vergesst Euren Alltag!“ ); Smartphone-Himmel durch Taschenlampenlichter („If I Wasn’t Your Daughter“ ) und Uptempo-Songs, die man auf ungefähr jedem Radio- oder TV-Sender hört. Kann man also durchaus mal machen, um ein Konzert zu erleben, bei dem man nur gucken, klatschen, tanzen und nicht groß nachdenken muss. Wie gesagt: Kann man mal machen.

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Fotocredits – bitte immer angeben: Christin Söhnchen (The Pick)

 

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