|| INTERVIEW: AU/RA spricht über ihre Musik und fühlt sich „eigensinnig und bodenständig, aber dazu verflucht, wie eine alte Dame auszusehen“

Veröffentlicht: März 21, 2018 in Interviews
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Ihr kennt die wunderbare Au/Ra noch nicht? Das könnte sich schon bald ändern, denn sie ist eine der heißesten Newcomer Acts des Jahres: Au/Ras Musik entspricht nicht dem typischen 0815-Pop, sondern scheint neue Welten zu erschaffen. In unserem Interview lernt Ihr Au/Ra besser kennen!

Au/Ra schafft jene neue Welten vor allem durch ihre Texte, welche so ein junges Talent hinter der Musik gar nicht vermuten lassen würden. Für jeden, der das Gefühl des Anders sein kennt, dürfte die Single „Outsiders“ wie geschaffen sein – und auch „Panic Room“ ist intensiv und handelt vom Kampf gegen Selbstzweifel und Furcht. Bei Spotify hat sie eine riesige Hörerschaft (über 1,1 Mio. monatlich) und wird mit Skott, Vérité oder Billie Eilish verglichen. Eine sehr junge Künstlerin, deren Songs einer Generation aus der Seele sprechen dürften – reif, mystisch und im Ohr bleibend. Au/Ra beantwortete uns ein paar Fragen zu ihrer Musik, bevor es später noch etwas persönlicher wird, zumindest stichpunktartig.

The Pick: In einer Welt voller Catchy Pop-Songs, die zum großen Teil alle nach Happiness vs. Trash klingen, bringst Du eher „Dark Pop“ Songs mit qualitativ hochwertigen Texten raus. Kannst Du uns ein bisschen über die Inspiration hinter Deinen Songs „Outsiders“ und „Kicks“ erzählen?
Au/Ra: Zunächst einmal DANKE! Ich schreibe gerne Songs über Themen, die normalerweise nicht oft in Songs vorkommen – und diese drehen sich meist um soziale Probleme. Ich finde es heutzutage super wichtig, Musik raus zu bringen, die den Leuten etwas mitteilt, zu dem sie auch einen Bezug haben und die ihnen hoffentlich auch helfen kann. In dem Song „Outsiders“ geht es so zB. darum, nicht dazu zu gehören, nicht reinzupassen – in „Kicks“ hingegen geht es darum, wie sich jeder durch unterschiedliches Tun ausdrückt. Andere und sich selbst zu akzeptieren, darum geht es in beiden Liedern!

Du bist auf Ibiza geboren und in Antigua aufgewachsen – das klingt schon nach einer schönen Biografie! Haben diese Orte Deine Musik beeinflusst oder gibt es da noch andere Orte?
Das haben sie auf jeden Fall – Antigua natürlich eher, weil ich mich an Ibiza nicht mehr so genau erinnern kann; obwohl ich weiß, meine Eltern bei der Arbeit im Studio beobachtet zu haben – dabei entstand sozusagen die Begeisterung. Das als kleines Mädchen zu sehen, hat mich auf jeden Fall inspiriert. Als ich dann nach Antigua gezogen bin, kam alles zusammen: Ich habe Englisch gelernt und angefangen, Songs zu schreiben und Musik zu machen. Und habe mein Lampenfieber überwunden.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest (was jetzt ganz schön wäre), welches Buch Du bist – welches wärst Du und weshalb? Gibt es ein Zitat aus einem Buch oder einen Song aus einem Film, der Dich widerspiegelt?
Es gibt da einen Roman, den ich im Moment lese: „Howl’s Moving Castle“ (das Buch, das als Grüdnung für den die Animationsfirma „Studio Ghibli“ diente). Das spiegelt schon gut wider, wer ich glaube zu sein (lacht). Es ist eigen, ein bisschen chaotisch und der Protagonist ist eigensinnig und bodenständig, aber dazu verflucht, wie eine alte Dame auszusehen. So exakt fühle ich mich innerlich manchmal!

Bei Spotify gibt es ja schon ein paar Au/Ra Songs zu hören. Können wir da bald mehr erwarten – vielleicht sogar ein ganzes Album?
Ja! Ich werde dieses Jahr auf jeden Fall eine ganze Menge neuer Musik veröffentlichen, da freue ich mich schon riesig drauf. Auf den Songs sitze ich schon seit fast einem Jahr und es ist einfach nur super, die alle endlich in die Welt tragen zu können. Wie und wann das zu einem ganzen Album wird – auch wenn ich meine Musik gerne zu einem schönen Paket schnüren würde – das wird die Zukunft zeigen.

Es gibt so viele Musiker und manche werden dann auf einmal total gehyped – was ist momentan Dein Lieblingstrack, von dem Du nicht genug bekommst?
Oh ja, ich bin ein riesengroßer Fan der Band „The Neighourhood“ und liebe alle Sachen, die sie im Moment releasen, total.

Lass uns mal so eine Art „MySpache Survey“ starten – Du darfst Dich immer für eins entscheiden und sollst am besten immer direkt aus dem Bauch heraus antworten…

Zuletzt gegessen/getrunken habe ich… ein Speck-Spinat-Käse Omelette und Mineralwasser.
Das letzte Telefonat war… gestern mit meiner Mum.
Die letzte SMS/WhatsApp lautete„ASDFGHJKL THAT’S SO CUTE“ an meine Freundin Maria.
Der letzte Song, den Du gehört hast: „All Day and All of the Night“ von The Kinks (deren Greatest Hits höre ich gerade auch nebenbei haha)
Letztes Konzert, auf dem Du warst… Lewis Capaldi, nachdem ich seine Show in Dublin gestern eröffnet habe. Ich hab mega Gänsehaut bekommen, er war wirklich unglaublich!
Die letzten Zeilen, die Du für einen Song geschrieben hast, lauteten… Haha, das wird jetzt nicht viel Sinn machen, aber: „cause I’m older now“
Das letzte Mal betrunken gewesen… bin ich noch nie! Ich bin 15 und hatte noch nie das Bedürfnis dazu.
CDs streamen oder kaufen? Ich wünschte, ich könnte kaufen sagen, weil ich es cool finde, auch etwas in der Hand halten zu können, aber wenn ich ehrlich bin, streame ich viel mehr.
Katy Perry oder Tayler Swift? Ahh, ich finde beide toll!
Lieblingsstadt in der ganzen Welt: Los Angeles
Kopfhörer oder nicht? Kopfhörer
Fotos oder Videos? Videos

Fliegen oder fahren? Fliegen, aber nur wenn es Langstrecke ist. Diese kurzen 40-Minuten-Flüge sind echt nervig.
Smartphone oder Laptop: Smartphone (Sorry, Laptop)
Facebook oder Instagram: Instagram
Junge oder Mädchen? Frauenpower!
Umarmungen oder Küsse? Umarmungen
Romantisch oder spontan? Romantisch
Reden oder Zuhören? Zuhören
Wann bist Du heute aufgewacht? 8:24 Uhr
Was hattest Du zum Frühstück?: Haferflocken und Pfirsichjoghurt
Das erste was Du morgens machst: mich recken
Etwas, was Du kaum erwarten kannst: Meine Familie und Freunde wieder zu sehen, wenn ich nach Hause komme!
Hast Du je einen Fremden geküsst? Nope
Hast Du schonmal jemandem das Herz gebrochen? Vielleicht
Hast Du schonmal wegen etwas Wichtigem gelogen?: Nicht wirklich
Hast Du schonmal eine Serie auf Netflix durchgesuchtet: Schon seeehr oft.
Hast Du schonmal versucht, eine fremde Sprache zu sprechen, die Du nie gelernt hast? Na klar!
Warst Du schonmal länger als 24 Stunden wach? Ja, da hatte ich ein Sleepover mit ein paar Freunden.

Danke an Au/Ra für das nette Interview und Anabel& Katja (Sony Music) für die Organisation!

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