Review: LESLIE CLIO spielt mit „Purple“ in ihrem eigenen Pop-Olymp! (Musiktipp, Verlosung)

Veröffentlicht: Mai 18, 2017 in Neuerscheinungen, Verlosungen
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Sie ist wieder da und sie ist besser denn je: Leslie Clio. Es gibt ja die alte Branchenweisheit, nach der das dritte Album immer dasjenige ist, welches den Kurs für die weitere künstlerische Karriere definiert. Es ist insofern alles andere als ein Zufall, dass „Purple“ , das dritte Album der Pop-Sängerin Leslie Clio, nun eben genau so heißt: Purple, also Lila, ist ja eine Farbe von einiger Kraft und mit vielen Deutungsebenen. Eine Review mit CD-Verlosung zur Veröffentlichung von „Purple“ am 19. Mai!

Purple. Eine Farbe, die man liebt – oder hasst. So oder so: Lila vermittelt offensichtlich ein Gefühl und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Leslie Clio ihr neues Album so getauft hat, denn der Name ist Programm und es überkommt den Hörer eine Überdosis Emotion, die nach mehrfachem Hören immer ein Stück weit intensiver wird, weil die Lieder an Bedeutung gewinnen.Purple“ ist wie ein wilder Ozean: Man steht mit ausgebreiteten Armen an einer Klippe am Ozean und möchte alles für sich einnehmen. Leslie Clio war längere Zeit nicht „da“ und nun kommt sie mit einem Paukenschlag zurück – und das ist erfrischend und tut unheimlich gut, endlich mal wieder ehrliche Lieder zu hören, von einer talentierten Künstlerin, die ihre Seele nicht verkauft, sondern sie zurückerobert hat.

Nach einer längeren #newmusicsoon-Phase, präsentierte die Sängerin mit „Darkness Is A Filler“ einen sehr stark emotionalen Song, der unmittelbar mit der „Eureka“ -Fröhlichkeit bricht und auf dem Boden der Tatsachen steht. Eine perfekte Produktion, die 03:56 Minuten in eine andere Welt eintauchen lässt und in der schnelllebigen Zeit ein bisschen Beständigkeit und Tiefe schenkt. Die erste richtige Single der Platte, „And I’m Leaving“ , wirkt schon ein bisschen poppiger und zeigt, dass es keine bestimmte Klassifizierung der Songs gibt – die Hauptsache ist, sie sind echt und sie transportieren ein ehrliches Gefühl. Und dem ist so. Leslie Clio erzählt von ihren Erlebnissen und scheint dabei unglaublich glücklich und frei zu sein – vielleicht war dieses euphorische „Eureka“ ein Schrei nach Freiheit, der nun auf „Purple“ erhört wurde – es gibt keine Richtlinien, es gibt einfach diesen einen Moment, den jeder Song für sich hat – und so einen erleichterten, ehrlichen Lacher am Ende.

Mutig, unabhängig, immer wieder bemerkenswert ehrlich für „Pop“ ; „Purple“ ist einfach perfekter Pop, der aus dem Herzen und aus der Seele kommt, vergleichbar vielleicht am ehesten mit Sia, auf jeden Fall auf internationaler Ebene mithaltend – wenn nicht sogar vorangehend. Die Musik funktioniert zeitlos und ist überall einsetzbar: Ob nun auf einem Live-Konzert, für eine lange Autofahrt mit Freunden, in der Schulpause, beim Fahrradfahren oder Reiten, in der Badewanne – überall hat „Purple“ seine Berechtigung und ist eines dieser wenigen Alben, die man auch ohne Kopfhörer hören kann, ohne ein Detail zu verlieren; „Purple“ dringt einfach durchs Gehör ins Herz und bringt Dich um den Verstand. Es sind Songs wie „Game Changer“ , „Aquarius“ oder „Riot“ (mit großartigem Leslie-Clio-Rap!!!), die mit 100% Pop-Appeal begeistern und die perfekten Radiosongs wären – würde das Radio sich mal wieder was trauen. Die Melodien und Beats reißen mit, liefern den optimalen Rhythmus – ausgefeilt bis in den letzten Millimeter, nahezu perfekt produziert und geschrieben. Das macht abhängig, süchtig und beweist zugleich: Es gibt sie noch, diese Popmusik, die Kopf und Verstand hat und mitten ins Herz geht. Besser geht es eigentlich kaum!

Wie zerbrechlich Leslie Clio sein kann, beweist sie vor allem auf den letzten drei Nummern des Albums. „Walls Down“ , „Fragile“ und  „Bad Habit“ (einem Feature mit Drangsal!) sind Lieder, die allesamt unter die Haut gehen und unglaublich krass-gute Balladen sind, die den Hörer in Gänsehaut-Tränen-Ausbrüche versetzen – jeder wird auf einen anderen Titel emotional reagieren (uns rühren „Fragile“ und  „Bad Habit“ zu Tränen!), aber alle Titel haben einen Hang zur extremen Emotionalität, auf ihre eigene Art – weil sie eben so persönlich wirken und eine Song-Listener-Ebene aufbauen, die ungewöhnlich ist; man verliert sich regelrecht in den Liedern und findet sich gefühlt in einem Meer wieder, aus dem man nur schwer wieder rauskommt, weil der Sog zu intensiv ist. Wacht man dann aus dem Lied auf, fühlt man sich schwindelig vom Trip ins eigene Ich.

Eine unglaublich eindringliche Reise, auf die Leslie Clio uns mit „Purple“ nimmt – immer und immer wieder. Hat man die Platte einmal gehört, kommt man wirklich nicht mehr los von ihr; man möchte mehr, man entwickelt Lieblingssongs und wechselt diese dann auch wieder, weil man beim nächsten Durchgang ein anderes Detail wahrnimmt und dann Song XY dafür liebt. Das Schöne ist: Heute liebst Du Lied 3, morgen liebst Du Lied 11, aber jeden Tag liebst Du „Purple“ als Gesamtwerk. Und eines ist sicher: Mit „Purple“ definiert Leslie Clio ihren künstlerischen Weg – und der kann nach dieser Platte nur noch steiler nach oben gehen.

Purplevon Leslie Clio | VÖ 19.05.2017 |
ANHÖREN // Download, CD, Vinyl & Spotify!
INTERVIEW // Leslie Clio spricht mit uns über “Purple

GEWINNSPIEL
Wir verlosen 2x 1 CD zur Veröffentlichung!

Mailt uns einfach bis zum 28.05.2017, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Leslie Clio CD” an win(at)the-pick.de und gebt bitte Eure vollständige Anschrift an und schreibt uns doch bitte, warum Ihr ‚Purple‘ von Leslie Clio gewinnen müsst. Unvollständige Mails und Mehrfacheinsendungen können wir leider nicht berücksichtigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Fotocredit: Sophie Krische
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