Review: XAVIER DARCY stellt mit seinem Debüt „DARCY“ einen bunten Folk-Pop-Mix und zitierfähige Lyrics vor!

Veröffentlicht: Februar 25, 2017 in Neuerscheinungen
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review-xavier-darcy-darcy-voe-24-02-2017Xavier Darcys erstes komplettes Album ist von seinem kreativen Exil beeinflusst, eine Entscheidung, die es ihm ermöglicht hat, „DARCY“ größtenteils frei von äußeren Einflüssen zu schreiben, wie er sagt. Im ruhigen München konnte er sich ganz darauf konzentrieren seine Musik entstehen zu lassen, ganz ohne Ablenkungen oder Druck von außen. Eine Review zu einem absolut empfehlenswertes Debüt-Album!

I don’t wanna live to see my heroes die/ I don’t wanna live to watch the days go by“ – mehr Rock’n’Roll-Attitüde kann es in einem Intro kaum geben; es handelt sich um das Debüt-Album des Briten Xavier Darcy, der 2014 von England nach Deutschland gezogen ist, um sich komplett der Musik zu verschreiben – und dessen Helden ua. Bowie, Byrne und Bolan sind. Und jetzt, nach zwei großartigen EPs, veröffentlicht der 24-Jährige endlich ein Album, das den Hörer ordentlich durchrüttelt, erschlägt und mitreißt. Bunte Melodien, ernsthafte und tiefsinnige Texte sowie eine einzigartige Dynamik sorgen für Tanzbarkeit und den absoluten Feelgood-Modus.

Big City Dreams“ , die erste Single-Auskopplung, sorgte bereits dafür, dass man der Musik des 21-Jährigen seine Aufmerksamkeit schenken muss – mehr Funk geht höchstwahrscheinlich nicht und eben dieser funky Rhythmus entkräftet bereits eingangs den Pop, obwohl die Platte natürlich irgendwie auch Pop ist, doch eben ganz anders und irgendwie gar nicht dieser Plastik-Pop(-Müll), der sich in den Charts rumtreibt – es wirkt fast so, als wolle dieser fantastische Singer/Songwriter der xavier-darcyMenschheit zeigen, dass Pop einen ganz anderen Ursprung und vor allem keine Lalala-Boomboomboom-Lyrics hat, sondern auch von gutem Songwriting lebt und etwas bewegen kann. So ist es nicht verwunderlich, dass „DARCY“ ziemlich viele zitierfähige Zeilen beinhaltet – ob nun „we live in cities/ that all look the same“ , „now what hurts the most/ is breaking with the past“ oder „I don’t wanna spend life on my phone […] I just don’t want to grow up“ , in jedem Satz liegt ein Stückchen Beobachtung und somit Wahrheit. Nicht nur die Textfetzen bleiben im Ohr, sondern auch die Musik, von denen eben jene getragen werden.

Ein fröhliches Pfeifen, ein durchgehend charmanter Flow und Clap-Your-Hand-And-Singalong-Rhythmen begeistern und stehen den melancholischen und ernsthaften Texten sowie der straighten, countryesken Folk-Stimme gegenüber – ob ein Chor im Hintergrund, ein Saxophon oder ein akustischer Einstieg, jeder Song wird durch ein anderes Gimmick noch einmal mehr aufgewertet als er es ohnehin schon ist und so entsteht eine vielfältige Platte, die alles andere als Pop ist und irgendwie auch undefinierbar, weil „DARCY“ nach Aufbruch klingt und eine neue Ära einläutet. Und das ist Xavier Darcy hörbar sehr gelungen – das, was er ursprünglich machen wollte, ist tatsächlich entstanden: „Wir wollten ein großartiges Pop-Album machen, aber zu unseren Bedingungen, ohne Vorgaben, frei von allen Genre-Normen und Image-Überlegungen. Ein neuer Mix aus allem, was ich selber höre und mag.“ Cheers to that, 100% DARCY inside. Popmusik mit Mehrwert!

DARCYvon Xavier Darcy | VÖ 24.02.2017 | als Download, CD, Vinyl oder Spotify!

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