KAKKMADDAFAKKA bescheren uns mit „KMF“ eine feine Indie Disco (Album Review)

Veröffentlicht: März 20, 2016 in Neuerscheinungen
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Kakkmaddafakka - KMF - out nowKMF“ markiert eine Entwicklung der Brüder und Gründungsmitglieder Axel und Pål Vindenes, die auf dem Album ihren Freund und Wegbegleiter Erlend Øye (Kings Of Convenience, The Whitest Boy Alive) in der Rolle des Produzenten ablösen. Øye betreute federführend die letzten beiden Alben der Norweger. Ob sich das positiv oder negativ auf den Sound von Kakkmaddafakka auswirkt, lest ihr in unserer Rezension.

Kakkmaddafakka sind wahrscheinlich die Indie-Band, die in ihrer Zeit des Bestehens am meisten Indie geblieben ist. Von allen. Wirklich. Von allen. Wenn man so will. Obwohl sich innerhalb der Band Veränderungen aufgetan haben und auch die Live-Konzeption ein bisschen geändert wurde, dürfen die Fans aufatmen: Kakkmaddafakka klingen noch immer wunderbar nach Indie und nach Disco. Kombinieren wir dies, landen wir weiterhin in der perfekten Indie Disco, ist doch logisch!

Natürlich ist es nach wie vor die Kakkmaddafakka Indie Disco, das darf man nicht vergessen, gesondert zu erwähnen. Kein Glitzer auf der Platte, kein Glamour in den Tracks, auch Konfetti fehlt. Die erste Hälfte des Albums „KMF“ ist gleichermaßen schlicht wie großartig: „Young You“ beglückt durch ein Keyboard-Solo und ziemlich starke Soundvariationen, die den Indie Gesang tragen. Das Album ist ein Kontrast – ein Kontrast zu der Band. Lange haben wir überlegt, welches der beiden neuen Bandfotos wir für den Artikel nutzen. Das Bild in Schwarzweiß oder das Bild mit den geöffneten Regenschirmen, Sonnenbrillen und Shorts. Eigentlich war schnell klar, dass es genau dieses Bild Kakkmaddafakkawerden muss, denn eben jener Kontrast will wohl wissentlich hergestellt werden.KMF“ begeistert mit einem ungewohnt melancholischen Touch und weiß genau deshalb so sehr zu überzeugen, weil es eine andere Seite einer Band zeigt, die schon ewig ein absoluter Geheimtipp ist. Nicht, dass das Album nur so mit Balladen bestückt ist, nein, das mit der Kakkmaddafakka Indie Disco stimmt schon und „30 Days“ soll die einzige Romanze sein, die man übrigens perfekt dem Soundtrack der Judd Apatow’schen Netflix-Eigenproduktion „Love“ hinzufügen könnte. Wem der erste Teil des Albums dennoch zu ruhig war, der wird mit der zweiten Hälfte ordentlich Spaß bekommen und Nummern wie „Lilac“ (insbesondere diese!) oder „True“ abfeiern, weil hier ein bisschen der legendäre Beach-Boys-Sound zum Vorschein kommt, der noch mehr zum Tanzen einlädt als der Rest der Indie Disco.

Fans der Formation Kakkmaddafakka werden sich sofort in diese Platte verlieben und sich bei dem Musikgott bedanken, der dafür gesorgt hat, dass sie weiterhin ihrem eigenen Sound treu bleiben. Kritiker der Musik könnten eine Eintönigkeit bemängeln, weil keine konkrete Weiterentwicklung zu vermelden ist. Wie dem auch sei: Kakkmaddafakka liefern einmal mehr ab und „KMF“ ist ein Indie-Juwel ohne viel Drumherum– Punkt.

KMFvon Kakkmaddafakka | VÖ 18.03.2016 | als Download, CD und Vinyl!

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