Glücksfall für die britische Musik: NOTHING BUT THIEVES begeistern mit ihrem Debüt (Album Review)

Veröffentlicht: Februar 11, 2016 in Neuerscheinungen
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Nothing But Thieves - Nothing But Thieves - VÖ 12.02.2016Das hat sich in Großbritannien herumgesprochen, nicht umsonst war ihre „Ban All The Music“-Tour im vergangenen Herbst ruckzuck ausverkauft und aktuell gibt es für die kommende „Under My Skin“-Tour in ihrer Heimat nur noch Restkarten. Nothing But Thieves sind ein echter Glücksfall für die britische Musik: Einerseits begnadete Songschreiber mit einem Gespür für eine vollendete Produktion, auf der anderen Seite eine Band, die live weiß, wie man ein Publikum zu Höchstleistungen fordert. Einen Monat vor ihrer Tour (gewinnt hier Tickets!) veröffentlichen sie ihr AlbumNothing But Thieves“ am 12. Februar.

Nothing But Thieves knallen mit ihrem Debüt volle Kraft voraus in Richtung Freiheit. Die Platte ist ein „Wake Up Call“ an den Rest der Musikbranche, der teilweise (ver)schläft und nicht mitbekommt, dass es an der Zeit ist, mit eigenen Kreationen zu punkten. Hört man „Nothing But Thieves“, sieht man sich selbst vor seinem inneren Auge über einen wunderschönen Highway rollen, in einem Truck oder Wohnmobil, mit den besten Freunden an seiner Seite – und eben genau dieser Musik aus den Boxen dröhnend, ruhig bei offenem Fenster, denn es ist weit und breit sowieso niemand anders und die Welt gehört für den Moment nur den Nothing But Thieves und dir. Je länger die Tracks laufen, desto mehr wird man eins mit der Musik. Ein perfekter Soundtrack – für so viele Situationen im Leben!

Sind die ersten vier Nummern („Excuse Me“, „Ban All The Music“, „Wake Up Call“ und „Itch“) des Albums absolute Hymnen der Eskalation (nennt es Britpop, nennt es Rock, nennt es Indie), wird auf „If I Get High“ runtergefahren und Nothing But Thieveseine wunderschöne Melodie der Melancholie geboten. Plötzlich ist man von 100 auf 0 und fühlt den Schmerz, obwohl er vielleicht gar nicht da ist. Der Titel ist wie Phantomschmerz! Denkt man wiederum, dass dieser nicht lange anhält, wird man mit „Graveyard Whistling“ eines Besseren belehrt: Die Nummer ist so stark und überzeugt mit einem Refrain, der klingt, als hätten die Nothing But Thieves eine ganze Stadt als sanften Chor engagiert. Ein Wechselbad der Gefühle, mal mit starken Wellen und mal mit Whirlpoolfeelings. Und in jedem Bereich klingt die Band unfassbar überzeugend!

Der düstere Unterton, den die Band bei jedem Song mitschwingen lässt, ist ein einzigartiges Markenzeichen, denn diese Mystik ist einerseits unterschwellig und andererseits doch wieder voll da; „Hostage“ ist das beste Beispiel für die ständigen Auf und Abs in fast jedem Song der Briten. Nach jedem Track möchte man automatisch einen Fleißbienchenstempel zücken und abwechselnd die Adjektive „stark!“, „überragend!“, „hammermäßig!“ oder „eindrucksvoll!“ dazu notieren. Ein Genre für die Musik der Nothing But Thieves ist schlicht und einfach unmöglich – oder wie würde man eine noch bessere Symbiose aus Arcade Fire, Jeff Buckley und Muse bezeichnen? Weiß man gerade zu schätzen und hat sich an die Überraschungen der Herren aus Essex gewöhnt, hauen sie mit „Drawing Pins“ noch eine unglaubliche Nummer raus. Die variierende Stimme von Frontmann Conor Mason ist aber auch wirklich einzigartig und muss auch nochmal hervorgehoben werden.

Nothing But Thieves“ ist eins der vielfältigsten und überraschendsten Debüt-Alben seit Jahren! Mit 16 Tracks (auf der Deluxe Edition) beweist die Band zudem, dass auch ein Debüt-Album mehr als ’nur‘ etwas über der EP-Länge liegen kann. Fans von Kodaline, Muse, Radiohead und George Ezra sollten Nothing But Thieves unbedingt ihren Playlisten zufügen – das gilt für Fans von gutem Indie, Alternative, Rock und Pop generell.

Nothing But Thieves kommen im März auf Tour, Infos und Tickets gibt es hier + gewinnen könnt ihr hier.

Nothing But Thievesvon Nothing But Thieves | VÖ 12.02.2016 | als Download, CD und Vinyl!

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