Pop á la Selena Gomez & Miley Cyrus: Eine Rezension zu „Wildfire“ von RACHEL PLATTEN (inkl. #1-Hit „Fight Song“)

Veröffentlicht: Januar 22, 2016 in Neuerscheinungen
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Rachel Platten - Wildfire - out nowIm Sommer 2015 hatte es Rachel Platten tatsächlich geschafft: zwölf Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Trust In Me“ steht die aus Newton Centre, Massachusetts, stammende Sängerin endlich an der Spitze der Charts. Nachdem ihre Single „Fight Song“ Woche für Woche einige Plätze in den US-amerikanischen iTunes-Charts gut gemacht hatte, überflügelte das Stück schließlich Mitte Juni 2015 die gesamte Konkurrenz und bescherte der 34-Jährigen ihre erste Nummer-Eins-Platzierung, auch im Vereinten Königreich. Sony Music veröffentlicht heute ihr neues Album „Wildfire“, welches wir in einer Rezension vorstellen.

Manches braucht vielleicht ein bisschen länger – vor allem, wenn es gut ist und beständig sein soll: So musste der „Fight Song“ sich wortwörtlich nach oben kämpfen, bis er endlich am Ziel angelangt war und der Popsängerin Rachel Platten eine Nummer Eins in den USA und im UK bescherte. Mit Popmusik steht man heutzutage immer auf einem Bein, denn sie kann entweder einschlagen wie eine Bombe oder für immer ungehört bleiben. Ob Rachel Platten sich auch fernab vom „Fight Song“ einen Namen machen kann, wird sich zeigen.

Das neue Album „Wildfire“ versucht jedenfalls, ein sicheres Standbein zu sein: Mit der Produktion versucht man von einem zum anderen Ohrwurm zu jagen, was auch größtenteils gelingt – „Lone Ranger“ ist ein Track, bei dem man ohne groß nachzudenken mitträllern kann (‚nanananana – I’m a tiger‚) und der wie fürs Radio gemacht ist. Auch „Hey Hey Hallelujah“ (feat. Andy Grammer) ist eine sichere Nummer, die den leichtgläubigen Rachel PlattenPophörern gefallen wird – leider sind auch Songs wie „Speechless“ ohne große Tiefe, obwohl sie Anwärter auf große Nummern gewesen wären; doch hat man einmal vergleichbare Songs wie Katy Perrys „Unconditionally“ oder Demi Lovatos „Skyscraper“ im Hinterkopf, ist die große Nummer dahin.

Nichtsdestotrotz liefert Rachel Platten eingängie Popsongs, die man gern auf einem Roadtrip hört, wenn man sich nebenbei mit dem Beifahrer unterhält: „Beating Me Up“ und „Angels In Chelsea“ kann man sich gut anhören und wenn man sie noch ofter hört, werden sie wie der „Fight Song“ sicherlich zu so starken Ohrwürmern, dass man schon gezwungen ist zu kaufen, um eine innerliche Ruhe zu spüren. Die Popmaschinerie hat ihr Bestes getan und mit Rachel Plattens „Wildfire“ ein weiteres Album geschaffen, das die Leute kaufen werden, weil die Hooks und Refrains einfach im Kopf bleiben! Und mal ehrlich: Die aufgezählten Songs – u.a. „Lone Ranger“ und „Hey Hey Hallelujah“ – sowie der Anspieltipp „Astronauts“ sorgen für gute Stimmung, gefühlte Leichtigkeit und tiefsitzende Ohrwürmer, wie auch die Alben von Selena Gomez oder Miley Cyrus. Was will man zwischendurch auch mehr als Wohlfühlpop in einer Zeit, in der die Welt auseinander zu brechen scheint?

Wildfirevon Rachel Platten | VÖ 22.01.2016 | als Download und CD!

Fotocredit: Sony Music Germany

 

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