CD-CHECK: „What Went Down“ von Foals

Veröffentlicht: August 25, 2015 in Neuerscheinungen
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FoalsIhr viertes Album „What Went Down“ nahmen die Foals gemeinsam mit dem Produzenten James Ford von Simian Mobile Disco in Südfrankreich auf. Ford arbeitete bisher unter anderem mit den Arctic Monkeys und Florence And The Machine zusammen. Musikalisch loten Foals auf „What Went Down“ Grenzen aus, ohne ihr Gespür für einen guten Pop-Song außer acht zu lassen. Diese Mischung ist groß! Eine Rezension.

Textlich verhandelt Sänger Yannis Philippakis Themen wie kulturelle Identität, Ängste, Zynismus und Pessimismus. „I wanted to tap into my inner madman and feel like I was channeling some sort of fevered creature”, so Philippakis.

Nach drei Alben, die allesamt die britischen Charts enterten, ist es Zeit für ein viertes – für ein viertes Album, das sich gewaschen hat, das es in sich hat, das alles Innere nach außen trägt und alles Äußere nach innen. Ein CD-Tipp zu Foals‘ „What Went Down“ wäre mit den Worten ‚hört es Euch bitte einfach an und fühlt es‚ schnell geschrieben. Doch so einfach kann man ein so komplexes Album nun auch nicht loben. Der Titeltrack „What Went Down“ fungierte gleichzeitig als erste Single, als erstes Lebenszeichen und schürte die Erwartungshaltung der Fans immens, ist dieser Track doch einfach ziemlich überragend. Die fünfköpfige Band aus Oxfordshire überzeugt von Beginn an gnadenlos – hartnäckig, unschlagbar. Sie fahren ihre Fühler aus und spüren alles auf, was nur möglich ist: die Foals tüfteln mit James Ford an ihrem neuen, weiterhin eigenen und ziemlich kreativen Sound, ohne sich dabei selbst zu sehr zu verändern.

Ihr feines Gespür für große Pop-Hymnen bleibt ihnen auch auf der neuen Platte erhalten, wie die weitere Single „Mountain At My Gates“ bereits vermuten ließ. Fröhlicher Pop, der sich jedem Radiohörer sofort ins Ohr setzt und gleichzeitig ein totaler Indie-Rock-Song ist. Von der ersten Strophe bis hin zum Refrain über die Hook zur Bridge – die Nummer hat alles, was ein bombastischer Song braucht. Dieses Album ist aufregend, jeder Song ist von der ersten bis zur letzten Sekunde aufwühlend, aufregend, intensiv. Nicht jeder Titel ist geeignet für die typischen Radiohörer, da manche Songs ganz einfach gesagt sperrig sind und nicht umgehend einen Zugang bieten. „Give It All“ beispielsweise ist zweifelsohne fantastisch, doch für den simplen Radiohörer vielleicht zu intensiv – gerade wenn man nur die fast 5 Minuten hat, sich erstmals drauf einzulassen, wenn Philippakis sich mit seiner Stimme wälzt und uns alle einlullen möchte. Anders ist es mit „Albatross„, einem hell-düsteren Ohrwurm, der dadurch nicht weniger stark ist. Auch „Night Swimmers“ begeistert durch seinen Uptempo-Beat und ist am ehesten eine typische Foals-Nummer. Insgesamt knüpft „What Went Down“ da an, wo „Holy Fire“ einst aufhörte. Sperrig und trotzdem zugänglich, intensiv und dennoch verschlingbar, gigantisch und irgendwo doch schlicht – wie das CD-Cover.

Der absolute Ritterschlag auf dem Album ist eindeutig „London Thunder“ – wobei man dazu sagen muss, dass man hier nur in der höchsten Liga unterscheidet, da jeder einzelne Song wirklich überzeugend ist. „London Thunder“ ist vergleichsweise ein ruhiger Track, der den Gesang in den Vordergrund stellt – und wenn Philippakis gefühlvoll singt, wissen wir alle, was das mit uns macht. Hach! Brilliant. To the top! Nie haben die Foals besser geklungen.

What Went Down von Foals | VÖ 28.08.15 | als Download , CD und Vinyl!

(c) Foto: Warner Music

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