CD-CHECK: „Family of the Year“ von Family of the Year

Veröffentlicht: August 5, 2015 in Neuerscheinungen
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Family of the YearWie bei vielen Bands liegen auch die Wurzeln von Family of the Year in einer Garage. Wobei die Musik des kalifornischen Quartetts alles andere als „Garagen-Rock“ ist, denn immer wieder hört man auch akustische Klänge, verwoben mit vokalen Harmonien, ein Sound, der vor allem ihren Song „Hero“ (2012) zu einem internationalen Hit machte. Auch wenn der Erfolg von „Hero“ der Band ein breiteres Publikum verschaffte, ist der Song dennoch nicht repräsentativ für den restlichen Sound der Band. Am Freitag erscheint ihr neues Album „Family of the Year“. Eine Rezension.

Was für eine Überraschung war denn bitte schon bitteschön schon die Single „Make You Mine“, mit der Family of the Year vor einigen Monaten ihr neues Album „Family of the Year“ ankündigten. Eine Power-Pop-Hyme, bei der man innerhalb weniger Augenblicke sofort unfassbar gute Laune bekommt und sicherlich schnell tänzelt – wo auch immer man sich gerade befindet, das spielt hier keine Rolle.

Wurde der Vorgänger „Loma Vista“ noch als Sound Kaliforniens beschrieben, ist ihr selbstbetiteltes drittes Album sicherlich der Sound keiner spezifischen Stadt – sondern ihr eigener Sound, weshalb der Titel wie kein anderer passt. Die Platte ist von vorne bis hinten Family of the FOTYYear. In all ihren Variationen überzeugt das Quartett hier: „Facepaint“ bestreicht im Gegenzug zum leichtenMake You Mine“ eine etwas andere Richtung und kommt eckiger, kantiger daher, wogegen das darauffolgende „Carry Me“ und das spätere „Give A Little“ eine Art Indie-Folk-Balladen darstellen sollen, die dafür sorgen, dass man sich wegträumt und gleichermaßen bei Live-Konzerten unbedingt voll dabei ist.

Überhaupt scheint sich jeder Song vom nächsten abheben zu wollen (ob bewusst oder unbewusst). „We Need Love“ und „Blue Jean Girl“ stolzieren mit ihren Claps und dem gängigen Refrain Richtung Radio-Hit während „Dead Poets“ und „The Dance“ die Balladen für diejenigen Träumer sind, die gerne die Augen schließen, sich in den Songs verlieren und die Worte nahezu fühlen können, als würden sie sie in diesem Moment eingraviert bekommen. Untermauert wird diese Vermutung durch die wunderschöne Pop-Rock-HymneMay I Miss You“ inmitten aller anderen Songs. So intensiv bringen Family of the Year ihre Songs rüber – als würden sie aus ihnen raus sprudeln.

Ans Ende dieser vielfältigen Scheibe ist mit dem erzählerischen „Hey Kid“ eine weitere Ballade gestellt, die nach Feuerzeugen und mitgesungenem „Uuuh“ schreit. Die letzten Töne der letzten Nummer sorgen für eine fantasievolle Reise aus dem Family of the Year Land heraus. Festzustellen ist, dass hier kein Song wie ein anderer klingt – Family of the Year sind gereift und überzeugen vollends. Die Platte heißt „Family of the Year“, weil 100% Family of the Year drin steckt!

Family of the Yearvon Family of the Year | VÖ 07.08.15 | als Download und CD!

(c) Foto: Shane McCauley/ Island Records

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