CD-CHECK: „California Nights“ von Best Coast

Veröffentlicht: Mai 1, 2015 in Neuerscheinungen
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Best CoastDas amerikanische Indie-Rock Duo Best Coast präsentiert mit „California Nights“ ein ausgeklügeltes und psychedelisches Album, das Kalifornien einerseits mit seiner großen assoziierten Leichtigkeit und gleichwohl seinen dunklen Aspekten repräsentiert. California Tales vom Feinsten! Eine Rezension.

Best Coasts neue Platte „California Nights“ klingt anders als die Vorgänger „Crazy For You“ (2010) und „The Only Place“ (2012) . Und sie beschäftigt sich mit anderen Themen, die mal typisch kalifornisch sind und mal nicht. Sowieso weiß man ja, dass Kalifornien irgendwie auf der Welt einen besonderen Standpunkt hat: Entweder ist man dort und meistert den Versuch, etwas zu erreichen, oder man zerbricht daran.

California Nights“ beleuchtet viele Themen, die Gang und Gebe in dem Sonnenscheinstaat der Träume sind: glücklich sein, versuchen, verlassen werden, loslassen, unsicher sein. Sätze wie „I always tried but it was never enough“ (hier aus dem Song „Fine Without You“) hat vielleicht sogar jeder kalifornische Bürger irgendwie in seiner Biografie stehen, wenn auch nicht öffentlich. Die Musik, die das Duo zu den Lyrics wählt, klingt ein bisschen nach Grunge-Rock: Als würden sie in einer Garage stehen, dort alles aufnehmen und dem Ergebnis immer noch eine Prise Pop übergießen. Keinen schlechten Mainstream-Pop, überhaupt nicht – eher diesen Pop, der Aufmerksamkeit erregt und die Leute dazu bringt, zuzuhören. Und zuhören sollte man bei dieser Scheibe, denn sie erzählt von Ängsten, von Versuchen, vom Scheitern, von Träumen, vom Lieben, vom Leben: „What is life? What is love? What’s the meaning of it all? Do I even California Nights von Best Coast - OUT NOW!care? Or is it just that I am so unaware?

Wer schon einmal in Kalifornien war, der wird „California Nights“ verstehen, fühlen. In etwa so, wie Sängerin Bethany Cosentino – besonders im bezeichnenden Titeltrack: „California Nights make me feel so happy I could die, but I try to stay alive“. Natürlich ist der Track auch eine Kritik an den Menschen, von denen man umgeben ist – die Versuchung, den Drogen zu widerstehen und es vielleicht irgendwann nicht mehr zu können („I never wanna get so high that I can’t come back down to real life“).

Die gesamte Platte baut auf einer Struktur auf, die ‚bittersweet‘ ist, wenn man so will. Als hätte die Band eine Hassliebe gegenüber Kalifornien entwickelt. Aber auf so eine sympathische Art und Weise, dass man den Geschichten über die kalifornischen Nächte einfach nur lauschen möchte. Am liebsten natürlich am Strand. Venice Beach, vielleicht. Wer von einem Album erwartet, dass es ihm etwas erzählt oder zumindest die richtigen Fragen stellt und auf Surf-Pop-Garage-Rock steht, der ist mit „California Nights“ von Best Coast bestens bedient!

California Nights” von Best Coast | VÖ 01.05.15 | als Download, CD und Vinyl!

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