Andreas MoeAls Stimme von Avicii-, John de Sohn- und Tiësto-Songs wie „Fade Into Darkness“ (2010), „Long Time“ (2012) und „Echoes“ (2014) schnupperte der schwedische Singer/Songwriter Andreas Moe in den vergangenen Jahren bereits reichlich internationale Chart-Luft, mit „Ocean“ veröffentlichte der 26-Jährige hierzulande jüngst endlich seine Debütsingle unter eigenem Namen. Für das Jahr 2015 stehen die Veröffentlichungen seines Debütalbums sowie zahlreiche Livekonzerte in ganz Europa auf dem Programm.

Die immer noch junge Karriere von Andreas Moe hat schon ziemlich viele Wendungen hinter sich. Mit süßen zwölf Jahren wurde ihm gesagt, er sei der neue Stevie Ray Vaughan. Und als sei der Blues-Gott nicht Fußstapfen genug, folgte der Vergleich mit Jeff Buckley. Er gründete etliche Bands, mit denen er mal mehr und mal mal weniger lang zusammenspielte und in jedem Club und jeder Bar seiner Heimtstadt Stockholm auftrat. Anfang März haben wir den schwedischen Singer/Songwriter im Vorprogramm von Kodaline gesehen und sind seither begeistert.

Inmitten der Vorbereitungen für seine erste Headline-Tour (Tourdaten weiter unten), nahm er sich die Zeit, uns ein paar Fragen per E-Mail zu beantworten.

Eine Sache, die uns sofort aufgefallen ist, als wir dich als Support von Kodaline hörten, ist deine wirklich sehr einzigartige Stimme in all ihren Facetten. Wann hast du angefangen, Gesangsstunden zu nehmen?
Vielen Dank! Ich habe mit 16 angefangen zu singen und „Gesang“ als Zweitfach in der Schule gewählt, daher hatte ich nur ein paar Stunden. Ich denke, man kann viel lernen, wenn man einfach für sich selbst singt, so habe ich es gelernt. Auch wenn ich das jetzt so sage – wenn du natürlich darauf Wert legst, eine bestimmte Singtechnik zu beherrschen, solltest du zu Anfang natürlich ein paar Stunden nehmen, damit du auch weißt, dass du es richtig machst.

Wann hast du deinen ersten Song geschrieben und wer war die erste Person, der du ihn vorgesungen hast?
Meinen ersten, ganzen Song habe ich mit 13 geschrieben. Mit einer Band namens „2 Hart 2 Handle“. Und wenn ich mich recht erinnere, haben wir Andreas Moeden im „Rockville“, einem Musikcenter, dort, wo ich aufgewachsen bin, performt.

Wir haben gelesen, dass dich ganz verschiedene Künstler beeinflusst / inspiriert haben, z.B. Jeff Buckley (am offensichtlichsten), Kiss, Iron Maiden und Michael Jackson natürlich. Um da etwas konkreter zu werden: Nenne 5 Alben, die deine Art, Musik zu machen und Songs zu schreiben, beeinflusst haben.
– Michael Jackson – Bad
– John Mayer – Continuum
– Paul Simon – Graceland
– Jeff Buckley – Grace
– Ray Lamontagne – Trouble

Hattest du einen „Plan B“, oder wusstest du schon immer, dass du Musiker werden wirst?
Gute Frage! Von dem Moment an, als ich meine Hockey Skates zur Seite gelegt habe, war ich mir sicher, dass ich Musik machen möchte. Natürlich habe ich mich auch mit dem Gedanken beschäftigt, was ich machen würde, wenn es nicht klappt. Ich versuche einfach, das Ding am Laufen zu halten und jede Sekunde zu genießen und was immer auch passiert, passiert. Vielleicht war Eishockey mein Plan A und die Musik der Plan B? Ha ha 🙂

Du hast bisher 3 EPs veröffentlicht. Weißt du schon, welche Songs es auf dein Debut Album schaffen werden, das in diesem Jahr veröffentlich wird?
So gut wie. Aber ich schreibe eigentlich immer und bin nie ganz zufrieden, also weiß man nie so genau. Ich glaube, ich werde mir erst an dem Tag sicher sein, an dem das Album gepresst wird 🙂

Wenn man sich deine Songs anhört, klingen sie nie gleich, dennoch gibt es da so etwas wie einen roten Faden, der sich durch deine Lyrics und die Musik zieht. Wie ein „Andreas Moe Stempel“. Wie würdest du dies beschreiben, was ist dein roter Faden, der sich durch deine Musik zieht, was meinst du?
Danke! Was ihr da sagt, bedeutet mir echt viel, denn ich denke, das ist das, was jeder Künstler erreichen will. Mitlerweile habe ich auch das Gefühl, wirklich der Künstler zu sein, der ich anfangs werden wollte. Ich bin glücklich und stolz, wenn ich auf der Bühne stehe und meine Songs singe und das finde ich wirklich wichtig. Ich denke, der rote Faden ist, dass all meine Lyrics und Stories emotional sind. Sie kommen wirklich von Herzen und jeder Song ist einfach ein anderes Kaptitel meines Inneren. Ich hab‘ in letzter Zeit zu viel Käse gegessen.

Ist es schwer für dich Cover wie „When She Was Mine“ von Lawson oder „Born To Die“ von Lana Del Rey zu spielen, weil du die Songs nicht geschrieben hast, oder magst du es gerade deshalb, weil du dir die Songs zu Eigen machen kannst? Wir finden die echt super!
Andreas Moe liveGar nicht. Ich habe es immer schon geliebt, Songs zu covern, die ich wirklich mag. Dann liegt es an mir, sie so zu spielen, dass ich dahinter stehen und sagen kann „das bin ich“.

Hörst du Musik generell über Kopfhörer oder über Lautsprecher?
Fast immer über Kopfhörer. Es sei denn, ich koche, dann immer über die Lautsprecher aus dem Wohnzimmer.

Was sind deine Lieblingslyrics, Worte oder Zitate?
Meine Lieblingslyrics sind aus dem Song „I can’t make you love me“ von Bonnie Riatt. Die gehen mir so nah wie bisher noch keine anderen.

L. A. Reid selbst hat dich für Sony Music unter Vertrag genommen. Das haben wir so vorher noch nicht gewusst. Kannst du uns die ganze Story erzählen – wann und wo habt ihr euch getroffen etc.?
Nein, L. A. Reid hat mich nicht unter Vertrag genommen – das hab‘ ich auch schonmal gehört, aber ich weiß nicht, wo die Story herkommt. Ich wurde in meiner Heimatstadt Stockholm von Sony Records unter Vertrag genommen.

Du warst mit John Mayer, Gabrielle Aplin und Kodaline auf Tour und warst DIE Stimme bei internationalen Songs von Avicii und Tiësto. Kanntest du alle vorher schon, oder wie kam das zu Stande?
Nein, ich kannte keinen von ihnen, bevor ich mit ihnen auf Tour gegangen bin. Ich denke, es ist eines der vielen Resultate, wenn du von tollen Menschen umgeben bist, die an dich glauben und hart dafür arbeiten, dass du es nach oben schaffst. Ich finde, es steckt ein fast schon romantischer Gedanke dahinter, wenn der Hauptact den Supportact anruft und ihr/ihm persönlich sagt, dass sie/er ihre/seine Musik liebt und sie/ihn mit auf Tour nehmen möchte. Leider ist das nicht immer der Fall. Da wirken so viele Menschen mit, die solche Dinge möglich machen. Aber wenn ich auf Tour bin, liebe ich es, die Menschen kennen zu lernen, mit denen ich unterwegs bin.

Du warst ja fast schon überall auf der Welt unterwegs und wie sagt man so schön? „Home is where your heart is“. Wo fühlt sich dein Herz zu Hause und warum?
Ich fühle mich zu Hause, sobald ich meine Wohnung in Stockholm betrete. Ich denke, das ist meine „safety zone“ und der Ort, an dem ich meine Gedanken in den musikalischen Kontext bringe.

In ein paar Wochen spielst du deine ersten Headliner Shows in großen Städten wie Amsterdam, Zürich (ausverkauft!), Berlin, Wien,… Hast du schon eine Setlist zusammen gestellt und spielst du auch Cover wie z. B. „All I Want“ von Kodaline?
Ich habe eine ungefähre Vorstellung von der Setlist, aber das kann sich auch noch ändern. Ich improvisiere viel auf der Bühne, was die Songs und deren Arrangement anbelangt, also weiß man nie. „All I Want“ könnte drin vorkommen.

Wie bereitest du dich auf eine Tour vor – von zu Hause weg zu sein für ein paar Wochen, jeden Tag eine andere Routine, Interviews, jeden Abend eine Live Show..?
Du hast vergessen, die Gewichtszunahme zu nennen… Nein, ich tu’s einfach. Ich genieße das und es gehört zum großen Ganzen. Ich bin in einem anderen Gemütszustand als zu Hause. Auch wenn es immer das Gleiche ist, es ist das Gleiche von dem, das ich liebe. Ich weiß, worauf du hinaus willst – 3 Wochen lang jeden Tag Pancakes zu essen ist doof, aber eigentlich auch nicht; wenn du auf Tour bist und es irgendwie dazu gehört.

Und was ist das Beste daran, auf Tour zu sein?
Diese ersten 2 Sekunden vom ersten Song des Sets sind einfach nur magisch. Wenn sich die ganze Aufregung in Sicherheit und Freude umwandelt. Außerdem natürlich, neue Leute zu treffen, neue Städte zu sehen – das lokale Bier eingeschlossen.

Kurz darauf wirst du eine Show im „Rockville“ spielen. Da, wo alles begann. Hast du da schon einen speziellen Plan für den GigAndreas Moe und bist du nervös, dahin zurück zu kehren?
Das ist ein sehr spezieller Gig! Wie du schon sagst, da hat alles angefangen. Ich habe schon was Spezielles geplant und freue mich unheimlich! Damals habe ich mitgeholfen, einen Chor zu gründen und jetzt wurde bestätigt, dass dieser mein Support-Act sein wird und mich ebenfalls bei einigen meiner Songs unterstützt. Ich bin mir ziemlich sicher, das wird der beste Gig dieses Jahr.

Lass uns ein bisschen Mäuschen spielen: was sind deine Pläne für 2015?
Mein Plan ist, ganz viele Live-Shows zu spielen. Ich habe in letzter Zeit viel Zeit im Studio verbracht und Musik aufgenommen und jetzt ist es an der Zeit, diese Songs atmen zu lassen und mit all denen zu teilen, die sie gerne hören möchten. Ich spiele einige coole Festivals wie „Great Escape“ im United Kingdom und „Bråvalla“ in Schweden, aber das Größte für mich ist die Headliner-Tour im April. Außerdem gibt es da ein paar spannende Neuigkeiten und Veröffentlichungen, mein erstes Album eingeschlossen. Das ist ein riesiger Meilenstein für mich und ich bin so glücklich, dass ich das endlich tun kann. 2015 wird ein geschäftiges Jahr mit vielen Pancakes auf Tour.

Zu guter Letzt: Gibt es etwas, dass du deinen deutschen Fans sagen möchtest?
Ja! Ich möchte sagen, dass es so schön ist, euch endlich zu sehen und kennen zu lernen. Ich liebe es in Deutschland und fühle mich so wilkommen. Danke!

Wir danken Andreas Moe für die Zeit innerhalb seiner Tourvorbereitungen und empfehlen euch, ihn unbedingt auf Tour zu besuchen – aber beeilt euch, denn die Tickets für die deutschen Gigs werden immer knapper.

Andreas Moe Tour 2015:
Support: Thomas Lundell*, Joel Ney+
27.04.15 Berlin Badehaus Szimpla *
28.04.15 Hamburg Knust (Bistro) *
29.04.15 München Milla *
03.05.15 Köln Blue Shell +
>> Tickets kaufen!

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(c) Fotos: FKP Scorpio, Andreas Moe, C. Söhnchen

 

 

 

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