CD-CHECK: „Kintsugi“ von Death Cab For Cutie

Veröffentlicht: März 25, 2015 in Neuerscheinungen
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Death-Cab-for-CutieKintsugi” (VÖ 27.03.) ist eine japanische Kunstform, bei der zerbrochene Keramiken mit äußerst wertvollen Rohstoffen wie Gold, Silber oder Platin repariert werden. Doch anstatt die Risse zu verbergen, werden diese durch die Reparaturform sogar noch hervorgehoben. “Kintsugi”, das neue Album von Death Cab For Cutie, wurde in Los Angeles von Produzent Rich Costey aufgenommen. Wir stellen euch das Album bereits jetzt innerhalb unserer vorab Rezension vor.

Death Cab For Cutie waren für eine ganze Generation die Helden schlechthin – jetzt ist es soweit und sie veröffentlichen mit „Kintsugi“ endlich ihre neue Platte. Nach vier Jahren. Haben wir schon endlich gesagt?

Man erkennt Ben(jamin) Gibbard am ersten Ton: „No Room In Frame“ klingt nach Death Cab For Cutie und ist nach langer Pause noch immer genau das, was wir alle so sehr vermisst haben. Ein bisschen melancholischer, stets einwandfreier Indie-Rock – obwohl sie das erste Mal nach Chris Wallas Verlassen mit einem nicht internen Produzenten zusammengearbeitet haben. Die Single „Black Sun“, die man bereits seit einigen Wochen hören konnte, klang auch schon noch immer nach Death Cab For Cutie, allen vermeintlichen Veränderungen zum Trotz. Sei es die Stimme, seien es die Lyrics, sei es der Death Cab Sound – alles wie immer.

Lyrisch gibt’s nach der Scheidung von TV-Star Zooey Deschanel und seinem (damit verbundenen) Rückzug von Los Angeles nach Seattle auf „Black Death Cab For Cutie CDSun“ oder „The Gost Of Beverly Drive“ natürlich Anspielungen. Wer genau hinhört, wird sicherlich vernehmen, dass Gibbard zurück in Seattle glücklicher ist als zuvor in Los Angeles. „Let us not be lonesome“ ist ein bisschen ein Hinweis.

Aus der musikalischen Sicht gibt’s auf „Kintsugi“ auch ein bisschen Variation. „You’ve Haunted Me All My Life“ ist düster und vergleichsweise sehr minimalistisch, von einer Akustik-Gitarre und wenigen ruhigen Tönen begleitet, woran sich das darauffolgende „Hold No Guns“ anschließt. Ganz im Gegenteil dazu stehen die Nummern „Good Help (Is So Hard To Find)“ – eine Pop Nummer mit ein wenig Dance; so als würden Death Cab sich noch nicht richtig trauen, aber wollten so eine Dance Pop Nummer schon immer mal machen. Auch anders erklingt „Everything’s A Ceiling“, ebenfalls eine Pop-Nummer, die ein bisschen an die 80er erinnert und eine sehr erfrischende Death Cab Nummer ist. „El Dorado“ ist sicherlich eine der flippigsten Tracks der Platte.

Nach gut 45 Minuten (11 Songs) schließt „Binary Sea“ die Tür zu einer unsicheren Zukunft: Wird es vielleicht das letzte Death Cab For Cutie Album sein und schließt die Band nach Wallas Ausstieg nur mit einem letzten Werk ab? Oder öffnet „Binary Sea“ die Tür statt sie zu schließen und wir dürfen uns künftig auf noch weitere Alben freuen? Eine ungewisse Zukunft, aber bis dahin haben wir ja Gott –oder Gibbard– sei Dank „Kintsugi“, auch wenn die Platte keinen Song á la „I Will Follow You Into The Dark“ oder „Transatlanticism“ bereithält. Dennoch, ein gutes Werk einer Lieblingsband, die zu ihrer Hochzeit eine ganze Generation glücklich machen durfte – wieder und wieder!

Kintsugi” von Death Cab For Cutie | VÖ 27.03.15 | als CD, Download oder Musikkassette!

 

(c) Check Your Head
 

 

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