CD-CHECK: „Terra Caprice“ von Louise Gold

Veröffentlicht: Januar 30, 2015 in Neuerscheinungen
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louise goldLouise Golds Album „Terra Caprice“ ist eine Anspielung auf Jean-Luc Godards Science-Fiction Film „Alphaville„. Wie im Film, reflektieren auch die Songs gescheiterte zwischenmenschliche Beziehungen und gebrochene Kommunikation. Wie kann man die Menschen erreichen, die sich selbst unerreichbar gemacht haben? Kann man es lernen, mit Emotionen zu leben, die man nicht länger zurückhalten kann? „Terra Caprice“ stellt indirekte, poetische Fragen und gibt Antworten, die ebenso poetisch sind. Wir haben eine Rezension geschrieben.

Wer auf ausgefallene Musik steht, wird Louise Gold lieben: Es ist nicht unbedingt so, als wäre das noch niemals da gewesen, dennoch bietet „Terra Caprice“ seinem Hörer eine faszinierende Vielfalt an. Fühlt man sich bei dem einen Titel wie in den jungen 80ern („Where The Cowboys Will Ride“), ist der nächste schon wieder der moderne Indie-Pop-Track („A 100 Years From Today“).

Auf „Terra Caprice“ sollte wirklich jeder mindestens einen Lieblingssong finden, außer vielleicht Metal- oder Hardcore-Fans, denn Louise Gold legt wahrhaftig ein Independent-Album mit vielen Einflüssen vor, jedoch ohne die härteren Genres. Größtenteils wird sich diese Platte wohl Terra Caprice - OUT NOW!dennoch in Regalen von Indie-Freunde wiederfinden, wobei jede gute und aktuelle Playlist sicherlich mindestens einen Song beinhalten sollte. „Terra Caprice“ erzählt von ihrem Roadtrip durch die USA und den Beobachtungen – nicht als Erzählerin, sondern wirklich als Beobachterin mit starker Poetik und Metaphorik, sodass nie etwas ganz klar erscheint, sondern des Hörers Interpretation gefragt ist.

Corpus Christi“ ist ein instrumentales Outro von fast 3 Minuten, mit dem sich die CD dem Ende neigt: 11 Titel (41 Minuten) feinster Indie-Pop mit den verschiedensten Einflüssen, sodass man kaum glauben mag, dass diese Künstlerin aus Deutschland kommt. Dann wiederum: Das Album wurde ja von einem Roadtrip durch die westlichen Staaten der USA beeinflusst, und dann passt das wieder, denn man hört „die andere Welt“ in der Musik definitiv raus – und das ist gut so.

Terra Caprice” von Louise Gold | VÖ 30.01.15 | als CD und Download!

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