CD-CHECK: „Head Orchestra“ von Tom Lüneburger

Veröffentlicht: Januar 19, 2015 in Neuerscheinungen
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Tom LüneburgerIn den zurückliegenden zwei Jahren hat Tom Lüneburger jede Menge neue Musik zusammengetragen, aber fast alle Stücke des neuen Albums sind im letzten Sommer entstanden, den er mit ein paar Freunden in einem alten Landhaus mitten im Nirgendwo verbracht hat. Fast drei Monate Stille, heiße und sternklare Nächte, zu viel Rotwein, viel zu viele Zigaretten. Ohne die Möglichkeit der Ablenkung, immer konfrontiert mit dem eigenen Ich. Anstrengend und intensiv, aber auch lehrreich und produktiv. Mehr Pop. Mehr Tiefe. Wir haben uns „Head Orchestra“ angehört und eine Rezension geschrieben.

Bereits im letzten Jahr konnte Tom Lüneburger mit seiner neuen Single „Losing You“ zeigen, was in ihm steckt – und was er unbedingt rauslassen möchte: Erlebnisse. Erinnerungen. Geschichten. Mal verzweifelt, mal traurig, mal schön. Schön eigentlich immer, denn das sind Toms Geschichten, auch wenn sie traurig sind. Mit seinem neuen Album „Head Orchestra“ beweist Tom Lüneburger genau diese Aussage einmal mehr – er ist der vielleicht meist unterschätzte deutsche Musiker; oder eben der Musiker, den man noch nicht kennt, aber unbedingt kennenlernen sollte.

Mit Songzeilen, wie sie in „Where Do We Go“ vorkommen, beschreibt Herr Lüneburger das, was passiert, wenn man seine Songs hört: „Wish I Was Home Now / In The Arms Of My Loved Ones / I Wait For The World’s End / I Start To Daydream”. Man fängt tatsächlich mit dem Tagträumen an, es funktioniert automatisch und schon ist man Teil der wunderschönen, melancholischen Lüneburg’schen Welt. Und mit jedem Titel taucht man tiefer ein, jeder weitere Titel wird intensiver, die Geschichten deutlicher und die Bilder klarer. Songs wie „Hopelessly“ dringen tief in uns ein und lassen zeitweise durch das perfekte Zusammenspiel von Ton und Text keine Luft zum Atmen, wobei „Pillow“ noch ein wenig mehr Geschichte erzählt als jeder andere Song des Albums, besonders, wenn man zwischen den Zeilen hört („But The Harder I Try The More You Tom Lüneburger - Head Orchestra - VÖ 23.01.2015Drift Away“). Mit „Lost At Sea“ gibt es einen fast-schon-Uptempo-Song auf dem sonst eher typisch melancholisch-schönen Lüneburger-Album.

Auf seinem aktuellen Album „Head Orchestra“ scheint Tom Lüneburger einiges zu verarbeiten, indem er es uns allen erzählt und diese Erzählungen somit zu Kompositionen und Geschichten werden lässt, die für immer bleiben, ihn erleichtern und uns beschenken insgesamt auf 10 Titeln in 34 Minuten.

Head Orchestra” von Tom Lüneburger | VÖ 23.01.15 | als CD und Download!

(c) Netinfect

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