IM TALK: Schmutzki

Veröffentlicht: November 12, 2014 in Interviews
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schmutzkiPunk’s not dead. Zumindest nicht im Schwabenländle. Aus Stuttgart kommt die Band Schmutzki, die – aufgewachsen mit The Clash, Ramones und NOFX – ihrer eigenen Definition von Punk frönt. Schmutzki haben sich seit ihrem Bestehen eine stetig wachsende Fan-Gefolgschaft erspielt, die sich selbst als Schmutzki-Mob betitelt. Ihre Live-Qualität hat sich bis in die höchsten Ebenen herumgesprochen – die Slots im Vorprogramm der Beatsteaks und WIZO sind Beweis genug. Wir haben mit Bassist Dany gesprochen – lest unser Interview.


Schmutzki sind aktuell mit WIZO auf Tour und Bassit Dany hat sich dennoch ein bisschen Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten – ein Interview über Spotify und über Mettbrötchenküsse, aber auch noch einiges mehr.

Frisch zurück von der Beatsteaks-Clubtour, seid ihr nun mit WIZO unterwegs. Was für’n Gefühl ist das für euch, solche krassen Bands supporten zu dürfen?
Dany: Wir sind natürlich einigermaßen überwältigt. Letztes Jahr um diese Zeit hätte man nicht gewagt von so was zu träumen. Und jetzt, wo wir mittendrin sind, muss man sich schon immer mal wieder kneifen, damit man checkt was gerade abläuft. Denn auf der anderen Seite ist man jetzt schon ganz gut in die Support-Rolle reingewachsen und muss aufpassen, dass sich keine Routine einschleicht, schliesslich muss man ja jeden Abend das beste Konzert ever spielen!

Was war das schönste Feedback eines Zuschauers auf der Support-Tour bisher?
Es gab da eine Hardcore-Beatsteaks-Fanin, eine die die Band auf der kompletten Tour begleitet. Die uns aber ziemlich abgefeiert hat und sogar nach dem Konzert Aufkleber von uns verteilt hat und so. Obwohl die Beatsteaks eigentlich ihr Einundalles sind! Nicht schlecht. 




Habt ihr schon was „gelernt“, was ihr so unbedingt für eure eigene Tour 2015 anwenden wollt?
1. Man kann nicht jeden Abend hart feiern
2. Nach fünf Shows am Stück braucht man unbedingt einen Tag Pause
3. Man sollte ein warme Jacke dabei haben
4. Man kann gar nicht genug Mitsingparts haben
5. Rauchmelder in Hotels reagieren nicht auf Zigarettenrauch.

Die „Mob“-EP ist draußen. Wann kommt mehr?
Wir sind gerade dabei unser erstes Album zu schreiben und aufzunehmen. Im Winter wird es fertig und kommt dann Mitte 2015 raus. Das wird spannend!!!

Schmutzki „Krass gut“ offizielles Musikvideo:



Wie finden Joko & Klaas euch? Immerhin wart ihr bei „Circus Halligalli“ zu Gast. Cool!
Waren beide sehr freundlich und cool. Mit Klaas haben wir uns ne ganze Weile unterhalten. Der findet Schmutzki anscheinend richtig gut! War natürlich witzig das ganze TV-Ding mal mitzumachen und hinter die Kulissen zu schauen. Letztendlich haben wir dort den ganzen Tag verbracht um im Endeffekt ein paar Sekunden in der Sendung zu sein. Aber so läuft das wohl, haha. Machen wir gern mal wieder!

Wart ihr selbst ausschließlich immer Anhänger des Punk oder was hört ihr sonst noch?
Eigentlich sind wir recht unterschiedlich und dementsprechend vielfältig was Musik angeht. Beat steht ziemlich auf so altes Hippie-Zeug, Flo hört viel und gerne elektronisches und ich zieh mir gerne Metal und anderen Krach rein. Punk ist jedoch unsere Schnittmenge. Da sind wir uns einig.

Eure Lieblingsbands, eure Einflussgeber sind?
Als Kids haben wir den ganzen Punkrock-Katalog einmal hoch und runter gehört. Das hat einen sicherlich beeinflusst. Was wir alle drei total abfeiern sind die alten Misfits Sachen. Das hören wir meistens auf der Fahrt zu den Konzerten, weil’s einfach super Stimmung macht. Und irgendwie übt das schon auch Einfluss auf unsere Musik aus. Wir klingen zwar anders, aber diese Kombination aus Raubeinigkeit und Eingängigkeit ist schon etwas, was wir uns auf die Fahne geschrieben haben.




Mettbrötchen mit Zwiebeln und dann küssen: Kann man mal machen oder so gar nicht?
Wenn beide abbeißen auf jeden Fall!




Eure Texte entstehen wann, wo und wie? Gebt mal einen kleinen Einblick, was da so zuerst in euren Köpfen rumschwirrt: Musik, Text?Mob EP
Mal so, mal so… Oft hat man irgendein cooles Riff, dass man beim Soundcheck spielt und plötzlich rockt die ganze Band ab. Darauf kann man dann aufbauen. Textansätze entstehen dann aus einer Art Improvisation. Wir nennen das Fantasie-Deutsch. Man singt einfach, was einem spontan einfällt und mit etwas Glück ist es ein Hit! 




Eure EP kostet bei Amazon als physisches Exemplar aktuell 10,99€, digital 4,99€. Schon ein krasser Vergleich! Habt ihr eine Ahnung, wer dabei wieviel verdient und mögt uns das mal erzählen? Vielleicht verstehen wir Ahnungslose dann auch, wieso es so wichtig ist, dass man Musik tatsächlich kauft.
Ui, wenn wir das so genau verstehen würden! An sich ist ein Unterschied aber schon gerechtfertigt. Schliesslich bekommt man eine schön gestaltete CD mit kleinem Poster und 3 Aufklebern anstatt nur ein paar Dateien. Aber das kostet natürlich etwas in der Produktion, während die Files einfach da sind und nur irgendwo hochgeladen werden müssen. Wer jetzt genau wie viel verdient, weiss ich auch nicht genau. Fakt ist aber, dass für uns da nicht viel übrig bleibt. Das heisst aber nicht, dass es uns egal sein kann, ob unsere Musik gekauft wird oder nicht. Denn die Firma, die unsere EP produziert, hat uns ein bisschen Geld gegeben, damit wir diese Stücke aufnehmen können. Wenn wir nichts davon verkaufen, wird das beim nächsten mal schwierig mit dem Vorschuss. Und dann gibt’s vielleicht keine Schmutzki-Platte mehr. So ist leider die Realität. 




Das führt uns zu der brennenden Frage: Euch gibt’s auf Spotify. Warum? Findet ihr solche Plattformen gut für Künstler? Man muss ja zwei Seiten sehen: Einerseits ist es natürlich so, dass man euch zufällig entdecken und mögen könnte – andererseits verdient ihr da doch echt nur ‘n Appel und ‘n Ei, wenn man sich das da streamt – oder? ‘n Appel und ‘n Ei wäre für manche schon viel, das ist wiederum auch richtig. Und 27.947 Plays für „Backstage“ ist auch nicht verkehrt – wären ja immerhin schon 27.947 Äppel und Eier. Oder so.
Für uns ist es im Moment am Wichtigsten, dass die Leute uns überhaupt kennenlernen. Deswegen ist Spotify erstmal gut und sinnvoll. Es bringt auch nichts, wenn man sich den neuen Sachen verschließt. Es gibt nun mal ein unendliches Angebot an Musik und dann wundert es auch nicht, dass ihr Wert eher sinkt als steigt. Ich persönlich bin ja Fan von einer Kulturflatrate, wo jeder einen Prozentteil seines Einkommens zahlt und dann Zugriff auf alle Werke hat. Der Künstler bekommt dann pro Klick, View oder Play seinen Lohn. Spotify ist da irgendwie ein Vorläufer denke ich.

Jetzt haben wir genug gefragt: Mögt ihr zum Ende noch eine Message an eure Fans loswerden?
Ihr seid Schmutzki!










 

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