IM TALK: Mo Kenney

Veröffentlicht: September 12, 2014 in Interviews
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Mo KenneyMo Kenney ist hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt. Anders als in Ihrer Heimat Kanada, wo sie mit „Sucker“ und „Eden“ bereits zwei veritable Radio-Hits hatte und nun auch bei uns durchstartet. Ihre Songs sind etwas poppiger als zum Beispiel Kymia Dawson und erinnern hier und da gefühlsmäßig an Cat Power oder Lucinda Williams. Beispielsweise wäre Mo Kenney auf dem grandiosen Soundtrack von „Juno“ auch hervorragend aufgehoben gewesen. Zur heutigen Deutschland-Veröffentlichung ihres Debüts, haben wir mit Mo gesprochen. Lest hier unser Interview.

Mit ihren feinfühligen Indie/Singer-Songwriter-Tracks schafft sie es, direkt beim ersten Hören diesen einen Knopf zu drücken, der das wohlig-angenehme Verlangen, gleich nochmals auf Play zu drücken, hervorruft. Jeder der etwas für Frauen mit Akustikgitarren übrig hat wird Mo Kenney lieben! Und selbst Kritikerliebling Ron Sexsmith ist nach einer gemeinsamen Tour mehr als angetan von der 23-Jährigen: We all loved Mo. She’s the “real deal” hope to do more work with her.

Du hast einmal in einem Blogeintrag der ‘HuffingtonPost’ geschrieben, dass du “dich selbst einsperrst und alles aus deinem Kopf hinrotzt und einfach versuchst, dass es nett klingt/Sinn macht“, wenn du anfängst, einen Song zu schreiben. Machst du das noch immer auf die gleiche Art und Weise?
Mo Kenney: Ja. Ich mag es, allein zu sein und viel Zeit zu haben, sodass ich in den richtigen Kopfraum komme, um etwas zu kreieren. Meine Lieblingszeit, um Musik zu schreiben, ist nachts. Ich mag es, die ganze Nacht wach zu bleiben und etwas verrückt zu werden beim Schreiben.

Am 12. September erscheint dein Album in Deutschland. Wie fühlt es sich an, die Platte, die bereits in anderen Ländern veröffentlicht wurde, noch einmal zu veröffentlichen? 
Mo Kenney: Ich bin wirklich glücklich, mein Album in Deutschland zu veröffentlichen. Dadurch wird sich meine erste Platte brandneu anfühlen, weil ich sie für ein neues Publikum spiele.

An welchen deiner Songs hast du am meisten gearbeitet?
Mo Kenney: Ich habe wirklich hart an all meinen Songs gearbeitet. Musik zu kreieren und zu schreiben ist eine Arbeit voller Liebe.

Hast du ein spezielles Portal, auf denen du nach neuen Songs suchst – hast du irgendwelche neuen Lieblingsartists (welche)?
Mo Kenney: Ich habe ein „Rdio“ Abonnement, wodurch ich viel neue Musik entdecke. Ich habe mir in letzter Zeit oft das neue Mac Demarco Album angehört. Es gibt eine Band namens Alvvays, die auch Kanadier sind. Die habe ich mir auch oft angehört. 

Was ist dein(e) Lieblings …
Song: “Needle in the Hay” von Elliott Smith 
TV Show: Portlandia 
Essen: Sushi
Cocktail: Barrington Cobbler (von Noble)
App: Rdio
Stadt: Dartmouth, NS
Tier: Ziege 

Du hast viele Shows gespielt. Welche hast du noch immer in Erinnerung?
Mo Kenney: Eine einprägsame Show, die ich kürzlich gespielt habe, war in Halifax, Nova Scotia mit der Symphonie Nova Scotia und Joel Plaskett. Ich habe zum ersten Mal mit einer Symphonie gespielt – und meine Songs auf diese Weise zu hören, war unglaublich. Man kann es so beschrieben, als würde man auf der Spitze eines Berges singen. 

Wenn du ins Publikum schaust – siehst du mehr Handys oder menschliche Gesichter?
Mo Kenney:
Ich sehe sehr viele Handys da draußen während ich spiele, aber das ist okay. Das bedeutet nur, dass die Leute das Konzert mit ihren Freunden teilen wollen! 

Mo Kenneys Debüt - ab sofort auch in Deutschland erhältlich!

Mo Kenneys Debüt – ab heute auch in Deutschland erhältlich!

Wenn du die Chance hättest, drei Menschen deiner Wahl zu treffen, egal ob lebendige oder tote: Welche würden es sein und warum?
Mo Kenney: Elliott Smith wäre einer davon. Er ist mein Lieblingssänger und -songwriter. Er ist der Grund, warum ich angefangen habe, Gitarre zu spielen, und meine Inspiration, um bessere Songs zu schreiben. Ich habe seine Musik entdeckt, als ich ein Teenager war – und sie hat mein Leben verändert.
Joni Mitchell würde ich auch gerne treffen. Neben “Needle in the Hay” (Elliott Smith), ist “A Case of You” einer meiner Lieblingssongs aller Zeiten. Sie ist eine legendäre Songschreiberin, ich würde mich mit ihr gerne über die Musik unterhalten.

 

Wenn du jetzt eine Sprache fließend sprechen könntest, welche wäre das?
Mo Kenney: Ich würde gerne fließend Französisch sprechen. Ich kann ein bisschen von der Sprache sprechen, aber nicht wirklich gut.

 

Was ist deine Definition von Erfolg?
Mo Kenney: Die Leute mit meiner Musik unterhalten zu können und in der Lage sein, von dieser zu leben.

 

Was bedeutet es für dich, ein gutes und glückliches Leben zu führen?
Mo Kenney: Ich denke, um glücklich zu sein, musst du zufrieden sein. Dinge tun, die dich glücklich machen.

 

Du wirst in den nächsten Tagen einige Zeit in Deutschland verbringen. Was magst du an Deutschland (warst du schon einmal hier?) und was wirst du von Kanada vermissen?
Mo Kenney: Es wird mein erstes Mal in Deutschland sein und ich wollte schon immer einmal herkommen. Ich freue mich zu performen und zu entdecken! Ich werde meine Freunde und Familie vermissen, aber die werden da sein, wenn ich zurückkomme.

 

Es gibt Künstler, die wirklich niemals nach Deutschland kommen. Es sieht so aus, als würden sie lieber in den USA, UK, etc. bleiben. Deshalb sind wir jetzt neugierig: Hattest du die Idee, außerhalb Kanadas zu touren und so viele Gigs in Deutschland zu spielen oder wessen Idee war das?
Mo Kenney: Ich war wie gesagt noch niemals in Deutschland, deshalb bin ich sehr aufregt. Es ist ein Ort, den ich schon immer sehen wollte. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit bekomme, Deutschland zu sehen, und ebenfalls Musik dort zu spielen.

Mo Kenney Tour 2014:
20.09.2014 Hamburg Reeperbahn Festival
21.09.2014 Bremen Moments
22.09.2014 Münster Pension Schmidt
27.09.2014 Stuttgart Cafe Galao
28.09.2014 München Milla
02.10.2014 A-Wien Vienna Waves
05.10.2014 Bernau Siebenklang Festival

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