CD-CHECK: „Hard Believer“ von FINK

Veröffentlicht: Juli 13, 2014 in Neuerscheinungen
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FinkDas neue Album von Fink wurde in 17 Tagen im legendären Sound Factory Studio in Hollywood aufgenommen, erneut in Zusammenarbeit mit Produzent Billy Bush (Garbage, Beck, Foster The People). Urban, bluesy und lebendig ist „Hard Believer“ eine meisterhafte Sammlung von Songs eines Künstlers auf dem Gipfel seiner kreativen Energie, sodass man fast nur vom Lesen diverser Kritiken sagen möchte, es handele sich mit dem fünften Album auch gleich um das beste Album von Fin, Tim und Guy – doch ganz so einfach ist das nicht. Wir haben uns „Hard Believer“ mal genauer angehört.

I can see the light coming“ – mit einem minimalistisch gehaltenen Intro und der beruhigenden Stimme von Fin Greenall geht’s auf dem gleichnamigen Album mit dem Song „Hard Believer“ los und die typische Fink-Blues-Stimmung wird prompt wieder aufgegriffen. Gerade ist man eingestimmt, schafft es die Band jedoch, die Erwartungshaltung, die man soeben entwickelt hat, zu übertreffen: Man dachte in den 5:25 Minuten des Titeltracks zufrieden sowas wie ‚das ist gut‘, weil es eben gut ist und an frühere Werke der Band erinnert; doch schon mit der zweiten Nummer „Green And The Blue“ holt das Trio den Zuhörer aus der ruhigen Stimmung und wühlt ihn mit der Musik und der typisch tiefen Stimme Greenalls auf. Positiv.

Fink „Shakespeare“ acoustic in Paris:

Auch „Pilgrim“ ist einer dieser Titel, die so fröhlich und positiv beginnen und einen glatt mitreißen, auch wenn sie unterschwellig teils eine düstere Stimmung in sich tragen, die durch das 1-minütige Instrumentalintro noch einmal bestärkt wird. Im Verlauf seiner stolzen 7 Minuten wird „Pilgrim“ jedoch zu einer wahren Hymne, die sich sekündlich noch hymnischer gestaltet, da sie den perfekten Aufbau einer solchen mit bringt – natürlich darf es aus eben jenem Grund nicht anders sein, als dass auch ein 1-minütige Instrumentaloutro die Nummer zum Ende begleitet.

Hard Believer“ weist neben den typischen und besonderen Songs auch ganz eingängige auf, wie unter anderem „Two Days Later„, „Looking Too Closely“ oder „Too Late„, die sich einfach optimal als Radio- oder Serien-Songs eignen und letzterer auch ein wenig an Chris Martin und seine Coldplay-Titel erinnert. Doch es gibt auch jene Titel, die gar nicht zuzuordnen sind, hier hätten wir noch „Shakespeare„, eine Art Hommage, eine weitere Hymne, ein kleines Kunstwerk. Das ist das Stichwort. „White Flag“ ist ein Kunstwerk der Kreativität. Punkt.

Insgesamt findet m"Hard Believer" von Fink (VÖ 11.7.)an in den 55 Minuten auf 10 Tracks eine gute Mischung an Uptempo- sowie Blues-Nummern. „Hard Believer ist einfach lebendig, denn so spielt das Leben nun einmal – es ist nicht immer bluesy, es ist nicht immer uptempo. Fink scheinen ihre Lebensstimmung perfekt ein- und aufgefangen zu haben, sodass ein tolles Album zustande kommen konnte. Ob es das beste ihrer bisherigen ist, wissen wir nicht, aber es ist auf jeden Fall ein Album, das einen lange begleiten kann, an dem man lange Spaß hat.

Hard Believer” von Fink erschien am 11. Juli als Download und auf CD!

 

(c) Foto: Tommy N. Lance

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