REVIEW: Jenix | 15.05.2014 Krefeld

Veröffentlicht: Mai 18, 2014 in Live-Reviews
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JENIXEs gibt sie noch! Bands von denen erzählt wird sie wären “Rock’n’Roll” weil sie ständig touren und die Welt von der Bühne aus erobern. Hier hat eine interessante, junge Band die gleichen Tugenden für sich vereinnahmt wie in den guten alten Zeiten des Rock‘n’Roll an denen Jenny, Tobias, Ferdinand und Jan festhalten. Spielen, spielen und raus zu den Leuten! Eine Jury kann sich irren, 7 nicht. Von 12 Bandwettbewerben haben sie 7 gewonnen und bei 3 den Publikumspreis abgeräumt. Wir haben uns Jenix in Krefeld live angeschaut und erzählen euch von dem Abend.
Nachdem wir bereits von der neuen Jenix-Platte „Circles“ angetan waren, wie ihr hier in unserem CD-Check noch einmal nachlesen könnt, mussten wir uns die Band natürlich endlich live anschauen – am 15.05.14 in der Kulturfabrik Krefeld war’s dann soweit.

Ein starkes Intro wirft die Band regelrecht auf die Bühne, auf der sie mit dem Ohrwurm „Alaska“ ihre 1 ½-stündige Show einleiten und vom Publikum mit offenen Armen empfangen werden. Im Gegensatz zu sonstigen kleinen Konzerten, bei denen die Leute immer sehr breit verteilt stehen, findet man hier aufgeschlossene und mitrockende Jenix-Fans in den ersten Reihen (natürlich stehen ein paar Gäste auch abseits). Das neue Album wurde bereits von Kritikern und Fans gelobt – völlig zu Recht, denn die „Circles“-Platte kann sich sehr gut hören lassen, viele Songs haben immer wieder diesen Wow-Effekt. Dazu gehören auch „40 Days“, „Mantastic“ und „Did You Ever Wonder“, die natürlich an dem Abend auch live auf die Bühne gebrettert werden.

Ganz und gar scheinen Jenix nach 11 Jahren des Selfmade-Musiker-Lebens dafür geboren zu sein: Songs auf die Bühne zu schmettern, diese tanz-, rock- und mitsingbar zu machen und nicht nur einen Teil der neuen Songs vorzustellen, sondern einfach mal eben das komplette neue Album raushauen. Jenix stellen an diesem Abend wirklich das „Circles“-Album in seiner Gänze vor und vergessen dabei jedoch auch alte Songs, wie zum Beispiel „Here We Go Again“ oder „Kill The Silence“ nicht. Nicht nur die Jungs an ihren Instrumenten, sondern auch (oder vor allem) Frontfrau Jenny ist ein Energiebündel, die auch das Zeug zu einer Cover-Band-Dame hätte, wie sie zunächst mit „I’ll Fly With You“ von Gigi D’Agostino beweist: „Der nächste Song ist meine musikalische Jugendliebe und vielleicht werden bei euch ja auch Erinnerungen wach!“.

Zwischendurch erzählt die Powerdame dann auch noch Geschichten, mal lustig, mal ernst – und gibt gute Tipps mit auf den Weg, die sie fast selbst zu Tränen bewegen: „…irgendwann ist es zu spät zum Fragen. Also tut es einfach, wenn euch danach ist!“. Wahre Worte! Denn das Leben ist wirklich zu kurz, um zu warten oder etwas nicht zu tun. Jenny Böttcher ist erst 25 Jahre jung, wirkt jedoch durch das, was sie sagt, unendlich reif. Auch fühlt man sich ein wenig an die sensationelle Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß erinnert – einfach, weil sie auch alles frei heraus sagt und das alles tief aus dem Herzen kommt. Kein Wunder, dass die beiden Damen bereits im Projekt „Silbermond trifft…“ zusammengearbeitet haben. Da sollte man vielleicht über ein weiteres Feature nachdenken, denn Jenix haben auf jeden Fall auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient (obwohl sie auch im kleinen Kreis Spaß haben und die eingefleischten Fans Stimmung für große Massen machen!).

Mit einem „Oh oh oh oh ohhh“ nach „Zugabe“-Rufen werden Jenix noch einmal auf die Bühne gebeten und kommen natürlich gerne zurück: „Ich muss euch jetzt ganz ehrlich was sagen … das ist echt krass!“, scherzt Jenny, „Aber jetzt kommt eine Ballade.“, und bringt die Fans somit zum Lachen. Nur sie und Schlagzeuger Jan befinden sich auf der Bühne und stellen mit „Sorry“ unter Beweis, dass sie auch ruhiger können, was ihnen von den Fans tosenden Applaus einbringt: „Wenn ihr alle morgen nach Köln kommt… WOW!… Ihr habt noch ein bisschen Zeit, oder?!“. Einen ungeplanten Überraschungshit erhält Krefeld also mit dem Cover „Sex On Fire“ der Kings Of Leon – zunächst ruhig akustisch, dann mit voller Jenix-Power.

Die beiden weiteren Zugaben „Love Silent Art“ und „We’ve Got The Right“ werden von einer kleinen Danksagung unterbrochen: „Ich lese hier gerade auf der Flasche ‚ohne‘. Und ohne manche Menschen wäre das alles gar nicht möglich [Aufzählung diverser Menschen]. Heute ist aber auch jemand Besonderes da. Gutze, unser Produzent ist heute da… DANKE!“. Wir danken Jenix und sprechen einen Besuch auf ihrem Konzert als Empfehlung aus.

>> Hier könnt ihr euch unsere Bildergalerie von Jenix live anschauen!

 

 

 

(c) Pressefoto: Popversammlung

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