CD-CHECK: „Architect“ von Wallis Bird

Veröffentlicht: April 11, 2014 in Neuerscheinungen
Schlagwörter:, , , , , , , , , , ,

Wallis BirdWallis Bird lebt nicht in einer Welt, wo man klare Popmusikerin oder Folkkünstlerin oder Rockmusikerin ist. Wallis Bird macht ihr Ding. Auf ihrem neuen Album „Architect“, das am 11. April erscheint, spielt sie mit Elektro-Einflüssen und zeigt, wie einen alles, was einen umgibt, beeinflusst. Die Irin Wallis Bird, die lange in Deutschland gelebt hat, dann nach England gezogen ist, ist vergangenes Jahr wieder aus London nach Berlin gekommen. Das hat sie stark beeinflusst: Auf der neuen Platte hört man auf eine erfrischend eigene Art und Weise, wie sie ihren Stil behält, aber gleichzeitig wie sie das Tanzbare, das Berlin hat und das sie in vielen Nächten kennen lernte, beeinflusst. Lest hier unser CD-Review.

When it’s gone / And it’s gone“ – Wallis Bird ist alles andere als weg. Mit „Hardly Hardly“ beginnt ihr neues Album, das offenbar aus vielen Bausteinen zusammengesetzt wurde. „Live Your Life“. „Hardly move, move, move„. Viele Aussagen in nur einem Song. Viele Statements, wenn man es genau betrachtet. Dieser Eröffnungsbeat ist mitreißend. Keine Frage.

Wallis Bird „Hardly Hardly“ Acoustic:

Mit den weiteren Titeln geht das Album ein bisschen in eine andere Richtung. In viele andere Richtungen. Ungefähr jeder Musikstil ist auf der Platte zu finden, wenn auch Wallis‘ Hauptgenre natürlich Irish Folk Rock bleibt. Experimentelle Einflüsse sind jedoch nicht zu überhören, so klingt „I Can Be Your Man“ insbesondere durch den ‚break‘ zum Ende hin ein bisschen nach einer weiblichen Form von Justin Timberlake, einem besseren JT – go WB. „Daze“ verleitet zum Step-by-step-Tanz, individuell und jeder für sich. Man fühlt sich beim Hören in seiner eigenen Welt und ist ganz bei der Sängerin.

Auch die vielseitige Wallis Bird kann natürlich ein bisschen sanftere Töne anschlagen, wie auf „The Cards“ zu hören ist. Eine leichte akustische Gitarre und ihre starke Stimme überzeugen, bis in den letzten 2 Minuten des Songs doch nochmal die Instrumente in den Vordergrund gestellt werden. Was beim Lesen vielleicht komisch klingt, "Architect" von Wallis Bird erscheint am 11. April 2014!klingt beim Anhören einfach stimmig aufeinander abgestimmt – wie auch „Girls“, eine weitere dieser Akustik-Nummern, wenn man so will. Ganz minimalistisch. Tiefsinnig. Wie auch zuvor schon „Holding A Light“. An Stellen fast melancholisch. Diese Melancholie, die einzig ihre Stimme rüberbringt, sorgt beim Hören für Zündstoff zum Nachdenken – und so schließt sich dieser Kreis auch mit dem letzten Track „River Of Paper“.

Mit 10 Tracks in 39 Minuten präsentiert Wallis Bird ein recht kurzes Album und setzt definitiv auf viele Steine, die ihr Haus zusammenbauen; hier ist sie ein wahrer „Architect“ und mal gelingt es ihr mehr, mal weniger. Im Großen und Ganzen ist diese CD jedoch eine Empfehlung für diejenigen, die sich nicht mit einem Genre anfreunden sondern Songs nach Stimmung hören – denn „Architect“ bietet definitiv für jede Stimmung etwas. Trist, fröhlich, traurig, farbenfroh. Tanzbar ist einiges! Und zwar insbesondere „Gloria“ und „Hardly Hardly“, die wir auch als unsere eindeutigen Favoriten bezeichnen würden. Jedes Gebäude, jede Kunst ist Geschmackssache. Wie alles auf der Welt. Und so wird man dieses Album entweder doof und langweilig finden oder total verehren.

Architect“ von Wallis Bird erscheint am 11. April als Download (Deluxe Edition) und auf CD!

 

 

(c) Karakter/Bird Records

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.