CD-CHECK: „Melodrom“ von Julian le Play

Veröffentlicht: Februar 27, 2014 in Neuerscheinungen, Verlosungen
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Julian le PlayJulian le Play hat ein exzessiv spannendes Jahr hinter sich, vielleicht das spannendste seines Lebens. Eigene Musik im Radio, viel Tumult, viele neue Menschen, viele schöne Erfahrungen. Österreich wurde von dem jungen Musiker im Sturm eingenommen. Dabei war kaum Zeit für das, was ihm immer ein Ausgleich zum lauten Alltag war, nämlich: Musik machen. Wir aber haben uns sehr gerne die Zeit genommen, seiner Musik zuzuhören. Ein vielversprechendes Talent mit einem sehr schönen Album. Achtung! heißt es für die Herren Naidoo, Bendzko und Poisel – le Play ist im Anflug.
Ein kleiner Ort an der kroatischen Küste war der richtige Platz für die notwendige Pause. Und nach vielen Tagen mit viel Zeit, um jeden Winkel, jede Gasse der Altstadt zu erkunden, nach vielen Sonnenuntergängen und Atemzügen, war es soweit: die Lieder kamen. Und wollten hinaus. Beinahe zufällig kamen die Worte dazu. Im Vorbeigehen fand Julian Symbole, die ihm halfen, seine Gefühle zu projizieren. Die Worte sollten schön klingen. Sie sollten sich schön anfühlen. Und sie sollten für sich so viel symbolische Kraft haben, dass sie von selbst eine Geschichte erzählen.

Und was für Geschichten sie erzählen. Bereits die Single „Mein Anker“ ist ein echter Ohrwurm mit schöner Melodie und viel Wortakrobatik. Sofort möchte man mitwippen und allerspätestens in der Mitte des Liedes mitsingen, wenn der stimmgewaltige Sänger mit einem melodischen „damdamdamdamdam dada damdamdamdam“ schon für die Live-Konzerte vorsorgt. Wenn man dem Song so zuhört, denkt man, dass dieser Junge schon immer da war. Vielleicht hat man aber auch einfach eine sehr gute Mischung aus Philipp Poisel (den Mund nicht immer ganz so weit offen, sehr leidenschaftlich), Xavier Naidoo (diese Stimme) und Tim Bendzko (Leichtigkeit in Wort und Ton) im Ohr.

Mein Anker“ – offizielles Musikvideo:

Man hört bei Julian le Play deutlich, dass Fragen („Wie lang bleibst du noch in meinen Träumen?„), Versprechen („Und ich zeig dir, dass ich bleib / Bis zum letzten Atemzug„) und Gefühle („Mir war schwindlig von dir, nicht von der Achterbahn„) zu Geschichten fusionieren. Wünsche, Träume und Hoffnungen sind es, die er mit jedem dieser Songs besingt. Julian hat nicht wie besessen geschrieben – er hat Musik gemacht "Melodrom" von Julian le Play - ab 28. Februar 2014und irgendwann flogen ihm die Worte zu. Keines davon ist krampfhaft gedichtet, alle scheinen aus dem Bauch heraus auf’s leere Papier gelangt zu sein.

Insgesamt sind die Songs alle poppig und in sich stimmig. Besonders positiv fallen „Blue Jeans“ und „Rollercoaster“ auf und bleiben hängen. Ohrwürmer. Ehrliche Worte, ein bisschen der Mitklatsch- und Kopfnickwille. Ganz automatisch. Man stelle sich vor: man fährt auf einer leeren Autobahn Richtung Meer und hat nur diese beiden Songs an. Auf ‚Repeat‘. Das wär’s. Das wär‘ genau das Richtige, als wären die Songs speziell dafür gemacht, als würde Julian genau für diesen Moment singen. Toll! Auch „Karussell“ ist ein solcher Song. 30-sekündiges musikalisches Intro, bis seine Stimme einsetzt und über die Wahrheit des Lebens und über die Liebe singt. Ein Liebeslied ohne diese dafür eigentlich typische Stille. Eher Elektropop, mit Liebe in den Zeilen, vielleicht sogar eher zwischen den Zeilen, immer intensiver werdend. Bei Julian scheint die Musik noch mehr auszudrücken als die Worte, zumindest manchmal, zumindest ein bisschen.

Blue Jeans“ in einer tollen Akustik-Version:

Doch dass er das auch kann, herzzerreißende Worte mit ergreifender Musik kombinieren, das beweist er am meisten auf dem elften Track „Fallschirm„: „Wenn du fällst / Bin ich der, der dich trägt, der dich hält / Bin dein Fallschirm und trag dich auf’s Feld / Bin die Luft zwischen Himmel und Welt„. Diese Musik zu dieser Stimme. Schön! „Wir fliegen über die Welt und über den Schmerz, wir fliegen über das Meer„. So fühlt es sich an. Wie fliegen. Nur noch ein bisschen schöner. Auch der letzte Track „In ein neues Land“  beweist noch einmal, dass le Play sehr wohl ziemlich balladentauglich ist.

Melodrom“ ist ein ganz großes Album eines neuen Österreich-Deutsch-Pop-Poeten, bei dem man gar nicht weiß, ob dem Sänger selbst die Musik oder die Texte mehr am Herzen liegen. Ist ja eigentlich auch egal. Nach Hören dieser 14 Songs wissen wir, dass Naidoo, Bendzko und Poisel sich nicht in Acht nehmen müssen – sie können sich eher über einen neuen Kollegen freuen, denn Julian le Play spielt ganz locker in der Liga mit. Chapeau!

Melodrom“ von Julian le Play erscheint am 28. Februar 2014 auf CD und als Download (plus 4 Akustik-Versionen)!

GEWINNSPIEL
Wir verlosen 1×1 CD “Melodrom” von Julian le Play zur Veröffentlichung!

Mailt uns einfach bis zum 09.03.2014, 23:59 Uhr unter dem Betreff “Julian le Play” an win@the-pick.de und gebt bitte eure vollständige Anschrift mit an.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

(c) Foto: Kidizi Sane

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